Freitag 05. Dezember, 2014

Bakterien.seifig

Ich machte es mir gerade auf meiner Couch gemütlich, als ich die Badtür auf und zu gehen höre. Da ich auf der Couch lag, konnte nicht ich es sein, der die Tür hantierte; und da kommt nur noch ...
  ¿Sind das Socken, höre ich die Stimme rufen die ich erwartet habe.
  Nein, Asteroiden; rufe ich zurück.
  Du wäscht Asteroiden?!
  ... nein.
  Du weißt genau was ich meine, Herr Vater!, sagt Edith während sie sich auf die andere Couch wirft.
  Klar weiß ich das, aber du fragtest mal wieder so als würde jeder deine Gedanken lesen können, und da hier gerade eine Doku über Aste...
  Ja ja, schon verstanden! Sind das jetzt Socken in der Waschmaschine?!
  Ja. Heute ist Sockenwaschtag, sage nur ich ruhig.
  ¿Und warum wäscht du die bei 30°, will sie wissen.
  Das ist völlig ausreichend, antworte ich immer noch ruhig während ich versuche, ihr Interesse am Sockenwaschen zu ergründen.
Socken sind Unterwäsche, und die muss man kochen; weiß sie.
  Ich koch doch keine Wäsche, sag ich, das ist ja wie Asteroiden waschen.
Sie erzählt mir, man müsse Wäsche kochen wegen den Bakterien. Das habe sie so in der Werbung gelernt.
Nachdem ich uns zwei heiße Kakao gekocht habe frage ich sie, ob sie ihre Hände unter kochendem Wasser wasche? Zwar ist es richtig dass Bakterien bei hohen Temperaturen abgetötet werden, aber Wäsche wäscht man ja nicht nur mit Wasser. Die Waschmittel - Waschlaugen - heutzutage sind eigentlich alle durch die Bank fähig auch bei niedrigen Temperaturen Bakterien abzutöten.
Natürlich ist das der Waschmaschinen herstellenden Industrie ein Dorn im Auge. Denn wenn jeder seine Wäsche nur bis 30° C wüsche, gäbe es fast keine defekten Waschmaschinen. Zumindest würde keine Maschine an Verkalkung "sterben" - oder erst nach Jahrzehnten andauernden Betriebs. Kalk - eigentlich Calciumcarbonat - löst sich nämlich erst ab ca. 40° C soweit ab dass eine Verkalkung der Maschine möglich ist. Die Wasserhärte spielt dabei keine Rolle; auch aus hartem Wasser kann man kein Kalk schütteln. Also geht es in Ordnung wenn manN seine Socken mit 30° C Waschgang wäscht.
  Und Handtücher, fragt sie während sie nach meiner Tasse schielt weil ihre leer ist.
  Auch Handtücher, sag ich und trink schnell leer.
  Ab... ich ... man!
Keine Sorge, ich hab noch Milch da; lach ich, aber die kochen wir heiß, ohne Bakterienwaschmittel. Weil's schmeckt!
  Jo, sagt sie, so wie ich es auch mache.
Freitag 03. Mai, 2013

NSU-Posse

Posse. Anders kann man die nunmehr getrost als Geschichte zu bezeichnende Angelegenheit, rund um das Oberlandesgericht München, nicht bezeichnen.
Die eigentliche Angelegenheit, nämlich das Gerichtsverfahren gegen die mutmaßliche rechtsextreme Terroristin Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte, wurde – wie auch immer beabsichtigt oder nicht – in den Hintergrund gewurstelt.
Beate Zschäpe wird in den Medien als Überlebende der Terrorzelle NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) bezeichnet. Das ist sie nicht; denn gegen die Terrorzelle wurde mitnichten ein Kampf geführt, der eine Betitelung "Überlebende" gerechtfertigt. Bis sich die Herren Kampfgenossen von Zschäpe - laut bisherigen Fakten - sich selbst das Leben nahmen und Frau Zschäpe eine Wohnung in die Luft jagte, wusste zumindest die Öffentlichkeit nichts von NSU und oder einem nationalsozialistischen Untergrundkampfs. Wer davon gewusst hat und wie weit eine Involvierung herrschte, sollte eigentlich das Gerichtsverfahren in München mit aufklären.
Das Ganze ist jetzt aber geschickt – absichtlich oder unabsichtlich – in den Hintergrund gestellt worden. Plötzlich geht es nicht mehr um die Sache, sondern um Pfennigfuchserei und Possenreißertum.
Zwei zusätzliche Plätze hätte man aufstellen können. Wollte aber nicht, weil man, wenn man ehrlich ist und nach verfolgt wie das Anmeldeverfahren über die Bühne ging, vermeiden wollte, dass türkische Medien das Gerichtsverfahren zum Spektakel (was es ohnehin schon ist) aufbauschen. Wäre wirklich kein Raum für zwei zusätzliche Stühle da gewesen – gewesen weil man sich nicht vorstellen kann, dass dann eine "Sardinenbüchsatmosphäre" entstünde -, hätte man zu einer Videoübertragung zurückgreifen können. Wollte man aber auch nicht.
Was man tat ist eben das Wursteln. Eben ein "Losverfahren", bei dem man sich sicher sein konnte dass inländische Medien benachteiligt werden. Man kann der Süddeutschen-Zeitung, der Welt und der FAZ nicht verdenken, dass sie sich übergangen fühlen (der Schwabe würde, ans Bein gepisst sagen).
“Wir tun was wir können“ wird zu “Wir tun was wir dürfen“. Pisst man uns ans Bein, pissen wir zurück. So die Unabhängigkeit der Justiz, vor allem des Oberlandesgerichts in München.
Das Traurige dabei ist die Tatsache, dass das Gerichtsverfahren in der Öffentlichkeit zur Posse gestempelt wurde. Und die Herren Nazi freuen sich über eben diese Posse. Mit diesem Staat kann man's ja machen. Die schaffen es nicht mal eine NPD verbieten zu lassen. "Wir haben einen Führerschein … sorry, Freischein!"
Mittwoch 13. März, 2013

Fieber...

Du weißt gar nicht wie sehr Lust ich wieder auf dich hab!
Montag 06. Februar, 2012

Das junge Jahr

Das Jahr ist noch jung, sprichwörtlich, es ist erst einen Monat alt. Betrachtet man aber die Nachrichten, fühlt es sich schon sehr alt an.
  Herr von Guttenberg meldete sich subtil und von Gel befreitem Haar, zürück auf die öffentlichen Bühne. Kaum war er da, erklärte er nicht wieder zu kommen und bekam eine Torte ins Gesicht. Die Tortenaktion war wahrscheinlich akribisch vorbereitet gewesen, von einem dieser Organisationen die in den letzten Jahren wie Fußpilz in vier Wochen getragenen Socken, aus dem Boden schießen.
  Unser Bundespräsident redet heißen Brei süß. Je mehr er redet, desto mehr wird zu Tage gefördert was er und seine Frau unterm Teppich vergraben haben. Und je mehr er sich an sein Amt klammert, desto mehr gibt er diesen der Lächerlichkeit preis. Notorische Hartz IV'ler überlegen schon, ihren nichtstuerischen Job aufzugeben und sich als Bundespräsident zu bewerben. Denn, so langsam bekommt man das Gefühl, jeder kann das werden, Bundespräsident. Allein die Tatsache dass notorische Hartz IV'ler keine Bewerbungen schreiben, und wenn, nicht wissen wohin sie diese schicken sollen, schützt unsere Wälder – die ansonsten abgeholzt werden müssten, um dem Papierdurst des Marktes standzuhalten. Wer kauft denn schon holzfreies Papier, wenn's das günstigere gibt.
  Das günstigere Billig-Hühnerfleisch hat dieses Jahr auch schon Schlagzeilen gemacht. Es ist multiresistent, respektive eben so verkeimt. Multiresistente Keime im Huhn, hören sich vielleicht für die (ver)breite Bevölkerung wie eine tolle Zusatzoption an (wie beim Stichkartenspielen früher), sind aber nicht wirklich toll. Auch wenn man mit jedem Huhn eine extra Portion Antibiotika für umsonst bekommt, darf man sich nicht wundern wenn man krank wird.
  In Stuttgart manifestiert sich derweil eine Ochlokratie, nachdem die Demokratie nicht den gewünschten Erfolg erzielte. Anhänger der Anti-S21, ehemals Gegner der S21, akzeptieren nicht was das Volk will – schließlich wissen sie es besser. S21 muss weg, weil eine Minderheit es so will und basta. Da reden wir gar nicht mehr drumrum, weil alle blöd sind die dafür sind. Oder die dagegen sind. Je nachdem wie man es betrachten will. Anti-S21. Und wundern sie sich nicht wenn auf der nächsten Anti-S21 Demo, jemand mit einer Anonymus-Maske umher hüpft. Irgendwie darf das gerade jeder.
  Bundeskanzlerinnen Merkel. Man darf Merkel nicht außer Acht lassen. Sprach unlängst ein Machtwort vor Vertretern der EU. Das Resultat mag man nicht sofort begreifen – außer dass “man“ weiterhin Banken auf Kosten der Steuerzahler rettet, ist da nichts weiter zu begreifen. In zehn Jahren aber werden Schüler fluchen, weil man sich wieder ein Datum merken muss welches in der nächsten Klassenarbeit abgefragt wird: Wann wurde der Fiskalpackt geschlossen?
  In Syrien wird weiter gestorben. Wie gehabt. In der UNO wird weiter diskutiert. Wie gehabt. Während Merkel chinesische Füße wäscht, verhindern die Chinesen mit den Russen, weitere Sanktionen gegen das Assads Regime. Herr Sarkozy kümmert sich lieber um seine Wiederwahl, als um das Leben der syrischen Bevölkerung. Schließlich sind die Menschen in Syrien weniger Wert als die in Libyen. Oder war's das libysche Öl das mehr Wert war als syrisches Blut? Von Berlusconi brauchen wir gar nicht zu reden.
  Unterdessen rebelliert es in Libyen wieder zurück. Anhänger des alten Regimes sind die neuen Rebellen – sie befreiten eine Stadt vor den alten Rebellen. Das Ganze ohne NATO Unterstützung. Man könnte denken, das sei ungerecht. Aber wie schon erwähnt hat Sarkozy gerade andere Sorgen.
  Schiffe havarierten. Eins liegt aufgeschlitzt auf der Seite, das andere flutete im Hafen. Beide italienisch geführt. Menschen starben. Der Kapitän des ersten Schiffs rettete seine Seele, indem er versehentlich in ein Rettungsboot fiel. Er war gestolpert, versehentlich.
  Griechenland ist immer noch pleite und wird es bleiben. Die EU fordert die Einhaltung der Sparmaßnahmen. Sollte bis März nicht befriedigend gesparmaßnahmd sein, gibt es kein frisches Geld. Herr Rösler sinnierte sogar deutsche Beamte zur Kontrolle in Griechenland einzusetzen, damit Griechenland befriedigend sparmaßnahmd. Er hat ja immer so tolle Einfälle, der Herr Rösler. Muss er auch, denn ohne Lindler könnte er auch zurück rebelliert werden; gewesterwellet sozusagen.

  Die Türkei kündigt Frankreich die Freundschaft. Diplomatische Beziehungen sind auf Eis gelegt. Der Völkermord ist schuld. Denn was die einen definieren, wollen die andern erst bewiesen wissen.
  Und so ganz nebenher, still und heimlich, erklärt Israel Iran den Krieg.

Das Jahr bleibt spannend, auch wenn es noch jung ist.
Dienstag 15. November, 2011

Handtücher

Es ist Sonntagabend und ich mache es mir gerade auf der Couch gemütlich, weil ich mir einbilde es verdient zu haben, nachdem ich weitere 11 Seiten an dem ewig unvollendetem Werk – mit Ach und Krach - geschrieben habe. Ein Glas Pepsi-Light krönt die Gemütlichkeit, weil ich von Wein in Abwesenheit von Gesellschaft nichts halte und Tee bedeuten würde jetzt noch in der Küche zu … arbeiten. Man muss auch das Einfache genießen können.
Mit dem Genießen der Gemütlichkeit ist es eine sonderbare Angelegenheit. Kaum hat man sich dazu entschlossen und die Initiative ergriffen – Telefon lautlos, Glas Pepsi-Light, Couch, TV-Fernbedienung -, wird man gestört. Ich versuchte vergeblich zu ignorieren das Badewasser laufen zu hören. Allein die Tatsache, dass die Badewanne wirklich befüllt wurde, ließ mich eines besseren belehren: Ignoranz, hält Tatsachen nicht auf. Edith, meine ungeborene Tochter, lässt sich ein Bad ein. Blieb mir nur noch die Hoffnung; sie würde mich ignorieren.
Während ich nach einem geeigneten TV-Programm zu meinem Glas Pepsi-Light suche, höre ich, wie sich das ungeborene Kind im Schlafzimmer am Wäscheschrank zu schaffen macht. Handtücher.

  Es ist nicht da!, schreit sie die vermeintliche Gemütlichkeit weg.
  Was ist nicht da?!, schreie ich zurück, obwohl ich wusste was nicht da war.
  Das Rote mit den gelben Sonnenblumen ... es ist nicht da!
  In der Wäsche!
  ... in der Wäsche ... nicht gewaschen! Dann ist es ja dreckig?!, kombiniert sie laut.
  So kann man das sagen, ja, antworte ich ebenso laut.

Wenn das mal gut geht, denke ich mir, denn seit Minuten höre ich nichts weiter als ... nichts. Man konnte ahnen, dass sie badete. Ich bezweifele aber von einen Nachspiel verschont zu bleiben.
Minuten später hockt sie auf der Couch gegenüber mit einem Tee, den ich mir zu machen faul war.
  Warum muss man Handtücher eigentlich waschen?
  ... Weil Handtücher eben ab und zu wie jede Wäsche gewaschen werden sollten, sage ich trocken und ahne Schlimmes.
  Aber Handtücher benutzt man doch wenn man sich sauber gemacht hat, ... die werden doch nur nass und nicht dreckig, sagt sie.
  Ja. Da hast du wohl recht. Ab heute können wir ja darauf verzichten die Handtücher zu waschen. Wir werden jeweils ein Handtuch benutzen, bis es auseinander fällt und dann nehmen wir das nächste aus dem Schrank. Ich denke wir kommen mit einem Handtuch pro Jahr ...
  Sehr witzig Herr Vater, sehr sehr witzig!
  Warum, du sagtest doch Handtücher werden nicht dreckig, gebe ich trocken zurück.
  Werden sie auch nicht! Ich komme ja nicht dreckig aus der Badewanne ... außerdem ist das kein Handtuch, sondern ein Badetuch ... obwohl man ja nicht damit badet.
  Sehr witzig liebe Tochter, sehr sehr witzig. Kommt jetzt wieder die Geschichte mit den Kopfschmerztabletten?
  Nein. Aber ehrlich. So ein Handtuch muss doch nicht gewaschen werden, wenn man sauber ist?
  Ich mach mir jetzt auch einen Tee und dann erklä...
  Du musst dir keinen machen, deiner steht auf dem Küchentisch, Fauli!

Ich erkläre ihr, dass man zwar sauber ist nach dem Baden oder Duschen – na ja, die Meisten sind das wirklich -, aber beim Abtrocknen trotzdem Hautschuppen, Fett und Vielleicht auch Seifenreste von der Haut abgetragen werden. Das gepaart mit der Feuchtigkeit und der Wärme, ist ein wahres Paradies für bestimmte Bakterien. Nach einer Weile ist das ... Badetuch voll davon. Man könne das schön sehen, wenn man ein blütenweißes Badetuch benutzt. Nach ein paar Stunden, ist es nicht mehr blütenweiß.
Wir einigen uns darauf, dass Handtücher bei uns nur noch Abtrocker genannt und jetzt noch öfter in die Wäsche kommen als es schon passiert. Die anderen Abtrocker sind nämlich auch schön.

  Schmeckt der Tee, fragt sie.
  Sehr gut, danke!
  Mit Honig, sagt sie.
  Ich liebe Honig ...
  Ich auch ...
Dienstag 25. Oktober, 2011

Welle arabica

In Libyen hat der "Übergangsrat" die Scharia als vorläufige Verfassung ausgerufen. Wie demokratisch das ist, wird sich zeigen. Rechtsstaatlich ist das nicht.
In Tunis erwartet man heute das Wahlergebnis, der ersten freien (demokratischen) Wahl, seit Ben Alis Sturz. Beobachter gehen davon aus, dass die islamistische «Ennahdha-Bewegung» das Rennen machen wird. Das heißt, sollte Ennahdha-Bewegung die Regierung bilden, ist Tunis demokratisch zu einem islamistischen Staat gewählt worden. Auch hier bezweifele (nicht nur) ich, dass das ein Rechtsstaat in unserem Verständnis sein wird.
In Ägypten werden die «:Moslembrüder» mit hoher Wahrscheinlichkeit die Regierung bilden. Demokratisch gewählt. Kurz darauf werden sie den Friedensvertrag mit Israel auflösen - das nämlich ist einer ihrer Grundsätze. Haben wir das gewollt?
Donnerstag 01. September, 2011

Neid

Und es begab sich, dass ein ansonsten guter Mann sich seines Nachbarn grämte. Denn alles was er erwarb und worauf er stolz war, wurde von seinem Nachbarn verdoppelt. Egal wie sehr er sich anstrengte seinen Nachbarn zu beeindrucken, dieser hatte nach kurzer Zeit, mehr als er.
Eines Abends rief Gott einen seiner Engel zu sich. Geh hin zu diesem da und erfülle ihm einen Wunsch. Er darf sich wünschen, was auch immer er will – auf dass sein Herz vom Neid befreit werde. So ging der Engel zu dem Mann und überbrachte seinen Auftrag.
Ich darf mir alles wünschen, egal was es ist und es wird erfüllt, fragte er erstaunt?
Alles, so hat es der Schöpfer befohlen, antwortete der Engel.
Dann will ich in mich gehen, damit ich diesen Wunsch nicht vergeude, sagte der Mann.
Du hast Zeit bis Sonnenaufgang, dann komme ich wieder und erwarte deinen Befehl, verabschiedete sich der Engel.
Der Mann dachte nach: Wenn ich mir ein größeres Haus wünsche, baut mein Nachbar sich ein größeres. Wenn ich mir mehr Kinder wünsche, wird seine Frau ihm noch mehr gebären, denn sie ist noch jung. Wenn ich mir ein Luxusauto wünsche, kauft er sich zwei. Wünsche ich mir 100 Mrd. Euro, wird er einen Weg finden 200 Mrd. Euro zu verdienen. Denn egal was ich habe, mein Nachbar bekommt das doppelte...
So dachte er die ganze Nacht nach und dachte und dachte ... bis der Engel ihm wieder erschien.
Nun, welchen Wunsch darf ich dir erfüllen, fragte er den Mann.
Am Besten, fing der Mann an zu antworten, am Besten wird es sein, du nimmst mir ein Auge!
Ich soll dir ein Auge nehmen wo du doch alles haben kannst was du willst, fragte der Engel erstaunt?
JA, antwortete der Mann! Denn egal was ich mir wünsche, wäre nicht genug um meinen Nachbarn zu beeindrucken. Nimmst du mir aber ein Auge, wird ihm zwei genommen...

Zufriedenheit ist keine subjektive Angelegenheit, sondern eine Schaukel der Gesellschaft. Zumeist, zumindest. Wohl dem, der lieber auf dem Boden steht als sich schaukeln zu lassen.

Ich? Ich hätte mir 2 Milliarden Euro gewünscht. Ist mir doch egal wie viel andere haben. ;-)
Montag 08. August, 2011

Auszug Kapitel 12

Das Einfachste in diesem Sinne, ist natürlich Atheist zu sein. Als Atheist, kapselt man sich ab und lebt gelassener. Man muss sich nicht um den Sinn des Glaubens kümmern und versuchen eine Wahrheit daraus zu machen.
Das Einfachste ist, Atheist zu sein. Natürlich nur in Europa. In Saudi-Arabien zum Beispiel, hat man nicht die Freiheit Gott zu leugnen. Man macht das ein Mal, wird ausgepeitscht. Man macht es zwei Mal, wird stärker ausgepeitscht. Beim dritten Mal, bekommt man den Kopf abgeschlagen, während das Volk zusieht. Siehst du, sagen sie dann zum Nebenmann während sie zusehen wie das Blut des Ungläubigen fließt, Gott gibt es doch, hätte er mal geglaubt! Und nachdem sie das sagen rufen sie Allahu akbar.
Stimmt Allahu akbar. Gott ist größer und nicht, wie oft angenommen und übersetzt, Gott ist groß. Allahu akbar, egal was du tust, wen du köpfst, was du glaubst, Gott ist größer, nur begreifen wirst du das nicht indem du Allahu akbar schreist während ein Mensch geköpft wird.
Das Einfachste ist es, Atheist zu werden. Der letzte Atheist – nicht im Sinne des letzten Mohikaners – mit dem ich sprach, erklärte mir, Atheist geworden zu sein, weil er diese Geschichten in der Bibel nicht glauben könne. Das kann nicht sein, diese Wirrwarr-Geschichten, sagte er, Ungeschichten, ich kann nicht an einen Gott glauben wie er in der Bibel beschrieben wird. Na Gott sei Dank, hast du den Koran nicht gelesen, antwortete ich, ansonsten hättest du den Koran dafür verantwortlich gemacht.
Das ist das Problem von vielen – und andere denken nicht darüber nach, und das ist wiederum deren Problem. Man liest die Bibel oder den Koran und nimmt das Ganze wörtlich, nicht sinnlich. 6 Tage, Adam, Eva, Schlange, Noah, Abraham, Lot, Moses etc. wörtlich. So gesehen muss man Atheist werden, wenn man klar bei Verstand ist. Ansonsten gehört man zu den Irren, die lächelnd von Jesus predigen, der für sie gestorben sei, oder zu den die sich TNT um den Bauch schnallen und in die Luft jagen, nachdem sie Allahu akbar gerufen haben.
Das einzig Wörtliche an der Tora, am neuen Testament und dem Koran, ist der Sinn. Der Rest sind Geschichten der Menschen die damals gelebt haben, und es nicht besser umschreiben konnten. Und alle die meinen, die Geschichten seien unwahr, weil's logisch nicht anders sein kann, sind genauso Trottel, wie die wörtlich daran glauben, daran glauben wollen.
Tatsächlich weiß man heute, dass viele beschriebenen Unglaublichkeiten wahr sein könnten. Den brennenden Busch gibt es wirklich. Ein Gewächs, das bevor es seine Samen schleudert, durch chemische Ausscheidungen – ätherische Öle -, etwaige Nachbarpflanzen quasi abfackelt um bessere Chancen auf Nachwuchspflanzen zu haben. Das ist nötig, bei der Wasserknappheit. Jeder Tropfen den eine andere Pflanze trinkt, fehlt dem eigenen Nachwusch.
Die Geschichte um die Teilung des Meers durch Moses, wird seit spätestens 2010 wissenschaftlich für möglich gehalten. Weht ein Wind mit einer bestimmten Geschwindigkeit über das Wasser, entsteht eine Schneise, an einer günstigen Stelle. Solche Stellen fand man am und im Nil und Totem Meer.
Die Auslöschung von Sodom und Gomorrha hätte tatsächlich so geschehen können. Seit – relativ - kurzem weiß man - dank einer sumerischen Tonscheibe dokumentiert - von einem Meteor, der – wie berechnet wurde – über den Alpen explodiert ist. Die dabei ins All geschleuderten Gesteinsbrocken, regneten im südlichen Gebiet des Toten Meers nieder. Eben dort wo Sodom und Gomorrha beschrieben wird.
Man fand sogar in der Nähe eine Kirche, die an einer Höhle gebaut wurde. Der Eingang der Höhle ist beschriftet mit, Ort an dem der heilige Lot Zuflucht fand.
So könnte man weiter machen, und sich wundern.
Nehmen wir an, Gott gibt es wirklich und die Geschichten in den Bibeln (Tora, Koran) seien Wahrheit. Der Mensch könnte die „Taten“ Gottes nicht so akzeptieren. Während der Gläubige akzeptiert dass ein Engel mit seinen Flügeln schlug und das Wasser teilte, versucht der Mensch den Wind zu berechnen, der nötig gewesen ist um das Meer zu teilen. Das ist wie, wenn du ein Beet umgegraben hast, dein Nachbar versucht das Werkzeug und die Kraft zu berechnen, die du dazu gebraucht hast. Und selbst dann wird er nicht glauben, dass du es warst, der umgegraben hat, sondern die Schaufel – wieso sie aber an genau der Stelle das tat, will er nicht wissen.
Wenn der Mensch an Gott denkt, versucht er an Magie zu denken, während Gott – wenn es ihn wirklich gibt -, diese Seite der Realität in Physik badete. Das Wort Gottes ist die Physik, das Gesetz dieses Universums. Und während wir in diesem Meer aus Physik existieren, ist er dahinter.
Montag 25. Juli, 2011

Scherge Breivik

Es gab eine Zeit, da lernten wir in der Schule, die menschenverachtende Ideologie der Hitlers – eben er selbst und seine Hintermänner – hätte in den zwanzigern einen fruchtbaren Boden gefunden, weil die Bevölkerung ausgebeutet und unzufrieden war. Ich kann mich noch gut an die Worte unserer Geschichtslehrer erinnern, die uns immer wieder einbläuten, wir wären wahrscheinlich genau so auf ihn und seine Mitstreiter hereingefallen, wenn wir in den 1920ern in Deutschland aufgewachsen wären.
Wir wuchsen mit der Gewissheit auf, heute könne das nicht mehr passieren. Die Gesellschaft heute wäre (vielleicht ist sie sogar) zufriedener, als dass sie eine Antwort im Nationalsozialismus finden wolle. Des weiteren sind die in unserer Demokratie Mechanismen verankert, die eine Wiederholung des Desasters, 3. Reich, verhindern.
Ich habe nie daran geglaubt. Und wer hier nicht erst seit heute liest, weiß das. Denn bei dieser Entschuldigung fehlte mir die, für die damalige Elite in diesem Land. Diesen Menschen ging es gut, besser als dass es ihnen heute gehen kann. Wo waren die Ärzte, Anwälte, Literaten, Professoren, Schauspieler? Ich will das an dieser Stelle nicht ausweiten, dafür gibt es im Fieber-Archiv genug Beitrag zu diesem Thema.
Das Massaker in Norwegen – man muss nicht dazu schreiben welches, denn Norwegen hatte in der Neuzeit keines als das aktuell in allen Medien diskutierte -, zeigt vor allem eines: Nationalsozialismus, Rechtsradikalismus braucht keinen fruchtbaren Boden, der aus unzufriedenen Menschen besteht. Nationalsozialismus ist auch in einer zufriedenen Gesellschaft gesellschaftsfähig.
Und deshalb gibt es und braucht es für Nationalsozialismus vor allem eines nicht, eine Entschuldigung. Nationalsozialismus ist nicht weil, sondern weil es Menschen wollen. Nationalsozialismus ist keine Krankheit, sondern freier Wille.
Und deshalb gibt es und braucht es für das 3. Reich vor allem eines nicht, eine Entschuldigung.
Mittwoch 20. Juli, 2011

Stabilisierende Panzer

Deutsche Panzer für Saudi-Arabien, und alles wird gut.
Man hört und spricht die Tage davon, Saudi-Arabien sei ein Stabilisator des Nahen-Osten. Beachtlich, wie viele da unbedacht mitreden, nur weil es ihnen so vorgekaut wird. Die Wahrheit sprich aber eine andere Sprache, wie es eben meistens so ist. Saudi-Arabien als Stabilisator des und im Nahen-Osten zu bezeichnen, ist vergleichbar damit, Japaner als Retter der Wale zu betiteln – nur weil sie aus wissenschaftlichen Gründen, eben der Forschung wegen, Wale fangen.
Saudi-Arabien ist aktuell im Kriegszustand mit Israel – diese Tatsache sollte nie vergessen werden. Aber auch Israel legitimierte klammheimlich den deutschen Waffendeal mit Saudi-Arabien. Der Grund ist der Iran, vor dem sich Israel noch mehr fürchtet als dass es vor Saudi-Arabien könnte. Saudi-Arabien wird vordergründig von den USA kontrolliert. Was nicht stimmt, denn Saudi-Arabien lässt seinen Partner (vordergründig) das Sagen, weil es weiß dass die USA die einzigen sind, die ihnen den Rücken stärken. Denn Öl ist nicht alles und vor allem nicht immer. In absehbarer Zukunft sind die Ölfelder der Saudis ausgeschöpft und dann wäre das Land nur noch Wüste und Mekka.
Iran und Saudi-Arabien sind natürlich beides muslimische geführte Länder; und nach dem Öl, ist das nicht das Einzige was sie verbindet. Der Iran ist vorherrschend schiitisch bevölkert, während Saudi-Arabien sunnitisch ist. Denkt man. In Wahrheit ist Saudi-Arabien ein wahhabitisch geführtes Volk. Die Wahhabiten sind zwar Sunniten, den Schiiten aber in vielem näher als dass sie Muslime sein könnten. Mit diesem Hintergrund wurde und wird Saudi-Arabien von den Schiiten des Iran, als großer Bruder gesehen - von dem es über die Zeitgeschichte hinweg unterstützt wurde. Das einzig stabilisierende Regime Nahen-Osten – in den letzten Jahrzehnten - war der Irak, der einen Gegenpol zu der Achse der Wahhabiten und Schiiten darstellte, die maßgeblich an der Entstehung der Al-Qaida beteiligt waren.
Für die westliche Welt spielten die Saudis immer den Partner, den sie brauchen um aus ihrer Wüste eine Wirtschaftsmacht zu machen. Das Beispiel des Iran mag da als negatives Beispiel gelten. Iran ist reicher als Saudi-Arabien – an Bodenschätzen, Intellektuellen und wirtschaftlicher Zukunft. Aber als offener Feind des Westens ist der Iran isoliert. Saudi-Arabien geht den anderen Weg, küsst Füße und darf dafür als stabilisierender Partner auftreten, während es Al-Qaida finanziell fördert. Mit Geld, dass aus dem Handel mit dem Westen gewonnen wird.
Da der Irak im ersten Golfkrieg von USA gefördert wurde, musste auch Saudi-Arabien hinter dem Irak stehen, der oder die, in den Achtzigern die größten Waffenimporteure weltweit waren. Dessen ungeachtet belieferten die USA über Strohmänner-Staaten den Iran – die in der Zeit des Schah mit Waffentechnik und Ausbildung an solchen (Piloten, Kampfübungen etc.) aus den USA ausgestattet worden waren – mit Waffen und Ersatzteilen. Die Saudis machten in dieser Zeit doppelte Geschäfte. Das hat bis heute nicht aufgehört.
Die Hamas Fatah Geschichte im ewig zukünftigem Palästina, ist derzeit ein offenes Beispiel – an dem auch die Saudis gut verdienen.
Im Persischen Golf kreuzt eine US-Flotte (1 Flugzeugträger, U-Boote etc.), in Bahrein sind ca. 300 US-Militärangehörige stationiert. Als im Mai unlängst der US Außenminister Bahrein – mit dem Hintergrund der Aufstände – besuchte, liefen die Saudis in Bahrein mit Panzern ein und schlugen den Aufstand nieder. Klar ist, dass die USA weder ihre Flottenherrschaft im Golf noch ihre Stützpunkte in Bahrein und umliegenden Kleinstaaten nicht verlieren wollen. Ein Aufstand des arabischen Volkes, wie es in Ägypten und Libyen geschehen ist, kann sich der Westen und Israel am Golf nicht leisten. Die Intervention der Saudis in Bahrein geschah also mit Zustimmung der USA – die selbst nicht handeln konnten. Das einzige Stabilisierende hierbei, ist die Unterdrückung einer Demokratiebewegung. Denn der Westen weiß oder fürchtet, dass ein demokratischer Nahen-Osten, sich eher gegen den Westen stellt als dass es sich von ihm ausbeuten lässt.
Wenn eine Demokratiebewegung mit deutschen Waffen niedergeschlagen wird, nutzt es wenig, hierzulande in öffentlichen Mahnreden an die Regime des Nahen-Ostens, Menschenrechte und Demokratie zu propagieren.
Mittwoch 13. Juli, 2011

Prinzenrolle -30% Zucker

Prinzenrolle -30% ZuckerSehr geehrte Damen und Herren.
Seit Jahren begann mein Tag mit dem Verzehr von zwei Prinzenrolle Schoko-Keksen -30% Zucker. Ich möchte nicht sagen, dass ich süchtig danach bin, jedoch habe ich mich daran gewöhnt. Es ist sogar so, dass mein Tag – subjektiv – mit diesen beiden Keksen zum Kaffee, einfach schöner beginnt.
Seit drei Wochen ist nun aber das Regal mit den Prinzenrollen -30% Zucker, im Kaufland (89518 Heidenheim/West), leer. Ich habe daraufhin diesem Markt meine Kundschaft gekündigt - keine Kekse, kein Einkauf! Schließlich ging ich davon aus, die Zuständigen vom Einkauf im Markt hätten etwas mit dem leeren Regal zu tun: Faulheit, Ignoranz eines guten Produktes, griechische Mitarbeiter, etc. Ich beschloss künftig nur noch im Realmarkt – am anderen Ende der Stadt – einzukaufen.
Am Samstag war ich dann auch dort. Leider musste ich feststellen, dass es auch hier bzw. dort, keine Prinzenrolle -30% Zucker mehr gibt. Auf mein Nachfragen bekam ich als Antwort, ihre Firma hätte diese Kekse vom Markt genommen. Nicht, und nicht mehr, lieferbar.
Nun, die Welt mag sich auch ohne die Prinzenrolle -30% Zucker drehen. Für mich täte sie das aber mit Prinzenrolle -30% Zucker, schöner. Ihre anderen Kekse mag ich nicht, und ihre Konkurrenz scheint die von ihnen geschlagene Marktlücke noch nicht erkannt zu haben.
Sollten sie also noch einen Markt mit Prinzenrolle -30% Zucker beliefern, bitte ich sie mich darüber zu informieren. Ich frage auch nicht nach, warum wir in Heidenheim keine mehr bekommen – sondern werde mir den Weg machen, diesen Exklusivmarkt aufzusuchen.
Ansonsten wäre es sehr freundlich, zumindest den Realmarkt in Heidenheim wieder mit diesen Keksen – zur Erinnerung: Es die Prinzenrolle -30% Zucker - zu beliefern. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie eines ihrer besten Produkte einfach so vom Markt genommen haben...

Mit freundlichen Grüßen,
...
image www.foodstore-online.de
Montag 20. Juni, 2011

Subventionopa

Während aktuell Griechenland blutet, weil es – sagen wir es wie es ist – von Banken ausgenommen wurde, 'bombt die NATO in Libyen, in einem sinnlosen Krieg, Milliarden € durch die Nacht und Zivilisten in die Luft.
Griechenland hat, wirtschaftlich gesehen, nichts. In Istanbul leben mehr Menschen, als es Griechen gibt. Die Landwirtschaft ist eher mau als exportfähig. Die griechische Industrie, ist nicht der Rede wert. Einzig der Tourismus war eine funktionsfähige Maschine.
Griechenland ist Teil der Europäischen Union und somit auch Teil deren – meist irrigen und sinnlosen – Subventionsgeschichten. Und je mehr über Griechenland subventioniert wurde, desto mehr Staatsanleihen wurden gekauft. Banken sahen – und sehen – in diesen Anleihen sicheres Kapital, steht doch die EU dahinter. Die Gemeinschaft buttert blind Geld in das Land, die Banken saugen es – legal - raus. Übrig bleiben ein paar Autobahnen die nachts beleuchtet sind, und Bürger die um ihre Rente bangen.
Die EU ist groß, größer als man annehmen will. Es gibt billigere Länder als Griechenland darin. Subventionen werden umgelegt – weil z. B. in diesen Ländern billiger produziert werden kann. Die Banken aber – die auch aus diesen Ländern das Geld absaugen – verzichten nicht auf ihre Forderungen gegenüber Griechenland ... Portugal ... Spanien. Denn Griechenland ist nur eines der kranken Kinder der Europäischen-Union.

Weiß jemand, wie viel dieser sinnlose und illegitime Krieg in Libyen kostet?
Donnerstag 16. Juni, 2011

Soldatokraten

Wer mich kennt, weiß dass ich das Soldatentun verabscheue.
Egal welche Massaker die Menschheit erlebt hat, die Ausführenden waren nicht Führer, sondern blind gehorchende Missgeburten in Uniform. Stalin, Hitler, Churchhill, Mao, Nixon, Sharon, Arafat etc. Alles Männer ohne Eier, aber einer Blutrünstigen Meute, die für ihre Taten noch geehrt werden.
Demo GriechenlandKeiner der genannten Männer (und es gäbe in der Liste noch etliche anzuhängen) hat sein Land verteidigt, sondern Massaker ausgelöst. Sie haben Orden verliehen und wurden vom Volk - das nicht minder Soldat ist - gefeiert.
Aktuell können wir auf der halben Welt Aufstände gegen die Staatsführung beobachten. Und überall werden Demonstranten von Uniformträgern verprügelt . Mag sein, dass wir in den arabischen Ländern ein Auge zu drücken, sind sie uns doch fern und nur Araber. Was aber im Mutterland Europas passiert, lässt das Blut in den Adern stocken. Dieses Foto, bringt mich zur Rage!
Mittwoch 08. Juni, 2011

EHEC

Nun. Wir haben ja wenig Fakten um uns ein Bild darüber zu machen.
Weder wissen wir wo, noch was die an EHEC Erkrankten gegessen haben.

Aber aus allem was wir zu hören und lesen bekamen, gehe ich davon aus, dass EHEC zwar über Gemüse verteilt wurde, doch nicht über ein bestimmtes.
Wahrscheinlich wurde an irgendeinem Umschlagplatz das Gemüse mit verunreinigtem Wasser - durch Hochwasser oder einfach nur leichtsinnig verunreinigt - gewaschen. Vielleicht ist sogar Grundwasser behaftet.
Das würde erklären warum man keinen eindeutigen Herd fest machen kann.
Dienstag 07. Juni, 2011

Meinung II

Auszug Wikipedia, Meinung: "Eine Meinung (von indogermanisch moino Wechsel, Tausch) ist die in einem Menschen bestehende subjektive Ansicht und Einstellung zu Zuständen, Ereignissen oder anderen Personen (rechtlich: Werturteil). ... Eine Meinung äußert sich in einer Aussage und ihre wesentliche Aufgabe ist die Bewertung oder Beurteilung, sie sagt aus, wie jemand etwas sieht."

2005 schob die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der dänischen Presse, eine Welle der Gewalt und nicht minder aggressiver Diskussionen vor sich her. Während die einen sich als Rächer berufen fühlten, sahen sich die anderen als Bewahrer der Meinungsfreiheit erkoren. Als die dänische Regierung zum Dialog bereit war, verloren die Medien das Interesse an der Angelegenheit und fast schlagartig verebbte Gewalt und Diskussionen. Beide Seiten wurden von Medien entsprechend gefüttert.
2003 war die Mehrheit der US-Bevölkerung davon überzeugt, Saddam Hussein sei ein Terrorist und der Krieg gegen den Irak gerechtfertigt. In derselben Zeit, war die Mehrheit der deutschen Bevölkerung vom Gegenteil überzeugt. Während die einen heute mehrheitlich nicht mehr hinter dem Irakkrieg stehen, haben es die anderen fast schon akzeptiert. Auch hier wurden beide Seiten von den Medien entsprechend gefüttert und geführt.
Das sind nur zwei Beispiele.

Ich sitze im Café und irgendwann fällt das Thema auf Griechenland. Die Griechen seinen selbst schuld, bekomme ich zu hören. Jemand hätte im Urlaub gesehen, wie die da unten schon seit Jahren auf pump leben würden. Mehrere Handyverträge, Flat-TVs etc., und niemand würde arbeiten. Sie hocken nur in Cafés und irgendwann muss doch die Blase platzen. Mein Versuch die Sichtweise meiner Gegenüber auf eine reale Ebene zu bringen, schlägt fehl, weil da ja dieser Jemand im Urlaub es mit eigenen Augen gesehen hat - ich wage es nicht “hätte“ zu schreiben. Banken und Spekulationsgeschäfte interessieren nicht. Irland, Portugal ... selbst schuld.
Später habe ich erfahren, dass in der Bild ähnlich berichtet wurde. Das Ganze nannte sich “Pleitegriechen“ und wurde sogar mit “dem mit 10.000 Euro dotierten „Herbert-Quandt-Medien-Preis“ auszeichnet“.

Ich ging immer davon aus, dass Menschen in meinem Umfeld - ich will das nicht örtlich begrenzen und schließe ich Internetbekanntschaften ein -, hinterfragen bevor sie eine Meinung bilden. Und mit diesem Hintergrund fand (und finde) ich es schön - zu sehen dass ein Mensch funktioniert ist schön -, wenn jemand hinter seiner Meinung steht und sie, solange er nicht vom Gegenteil überzeugt wird, argumentieren kann.
Leider fehlt meist die faktische Information, weil Medien heutzutage nicht informieren sondern nur skandalisieren.
Es reicht nicht dass ein Tornado oder eine Flut eine Stadt verwüstet, es muss ein Jahrhundert-Tornado und eine Jahrhundertflut sein. Jeder Waldbrand ist schlimmer als die vorher und während darüber berichtet wird, schlimmer als alle die noch kommen werden. Eine Ölkatastrophe ist nur solange interessant, wie sie nicht von der nächsten Jahrhundert-Katastrophe eingeholt wird. Ein paar Wochen später, kräht kein Hahn mehr danach. Spricht noch jemand über E10?
Spanische Gurken, Salat und Tomaten, haben Gott sei Dank keine Lobby. Ansonsten würden sie vor den Gerichtshof der Menschenrechte ziehen. Sprossen, sind's nun auch nicht mehr. Die Medien drängen auf Antwort und Menschen (ja, leider zählt auch der eine oder andere Politiker zu dieser Gattung) die sich gerne über die Medien definieren, geben allzu gerne und ebenso schnell eine Antwort.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, die eigene Meinung nicht zu hinterfragen. Wenn meine Meinung nur durch einseitige Information gebildet wurde, ist sie nichts weiter als eine vergängliche Jahrhundert-Meinung. Und jeder der davon überzeugt ist, Bild lesen - damit sei nicht nur das Lesen der Bildzeitung gemeint, sondern auch das Sehen von TV Sendungen die ähnlich agieren - zu müssen um sich zu informieren, darf sich getrost etwas einbilden. Denn Schafe die lesen können, sind faktisch eine Sensation - getrieben von Schäferhunde als Medien, und Schäfer ist der Profit.
Montag 09. Mai, 2011

ichs sind

Philosophen lassen uns Menschen gerne wissen, wie der Mensch ist. Der Mensch ist ... etc. Wenn der Mensch das alles liest, ist er verwirrt. Daneben – der Verwirrung – ist der Mensch vor allem das, am Leben.

Das Leben ist die sonderbarste Angelegenheit. Nichts hätte - zumindest auf dieser Seite der Realität - Sinn, wenn der Mensch nicht am Leben wäre. Eigentlich sollten der Mensch jeden Menschen lächelnd begrüßen; hey, du hast es auch geschafft hier zu sein!
Jeder von uns ist ... lassen wir vermeintliche Außerirdische außer Acht - die Tatsache dass wir keinen Kontakt haben, zeugt davon dass es keine gibt -, einzigartig.

Und, ersetzbar.
Mittwoch 04. Mai, 2011

Bin (ge)Laden

Osama bin Laden ist tot.

Da sich Osama bin Laden als Soldat und im Krieg proklamierte, ist sein Tod nicht weiter zu beklagen. Das heißt, er war kein Idealist oder sonst politisch engagiert. Er war Soldat – unterm Strich war das abzusehen.

Unlängst hat ein Sprecher der US-Regierung zugegeben, Osama bin Laden wäre unbewaffnet gewesen. Seine Tötung ist sprichwörtlich. Mit diesem Hintergrund ist das Ganze nicht mehr tragbar. Er wurde liquidiert und starb nicht im Kampf. Zu einer solchen Tat, darf ein demokratischer Rechtestaat nicht greifen.

Als der Tod bin Ladens bekannt gegeben wurde, tanzten die Menschen auf den Straßen. Die Bilder hätten einem Sieg bei einer Fußballweltmeisterschaft nicht anders sein können. Fahnen wehten, Sprechgesang etc.
Natürlich kann man das dem Volk nicht verdenken, dass den Schmerz des 9.11.2001 zu tragen hatte. Bin Laden galt zurecht als das Böse schlechthin – und wenn man bedenkt, dass am 10.11.2001 Araber aus den Straßen tanzten ...
Was man nicht akzeptieren kann, sind Aussagen von Politikern die sich wortwörtlich über seine Tötung freuen. Frau Merkel, ihres Zeichen Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, tat das so. Sie freue sich über die „Tötung von Osama bin Laden“. Das ist inakzeptabel und nicht mit ihrem Amt vereinbar. Sie ist das Oberhaupt der Christlich-Demokratischen-Union und als Kanzler schützt sie die Verfassung der BRD. Als solche darf sie die Liquidation eines Menschen weder gutheißen noch sich über die Ausführung freuen.

Und wer jetzt denkt, hier geht es um Osama bin Laden oder um seine Fürsprache, hat nichts begriffen. Es geht um unsere Werte, zu den wir uns alle bekennen und auf die wir uns verlassen. Sie werden untergraben – und wir jubeln dazu.
Der Westen bestimmt wer am Leben bleibt. Der Westen ist Leitkultur und handelt als Tyrann. Jüngstes Beispiel ist Libyen. Unter dem Vorwand, Aufständische schützen zu wollen, greift man hier mit Waffengewalt in das Geschehen ein um eine dem Westen genehme politische Lage zu schaffen. Das Ganze wäre auch ohne Waffengewalt zu schaffen gewesen.
Sonderbar ist, dass man nur dort eingreift, wo es sich zu lohnen scheint. Man unterscheidet zwischen Menschenleben und ein Kind könnte folgern: Ein Libyer ist mehr wert als ein Syrer oder ein iranischer Flüchtling oder ein Tustsi (nebenbei sei Erwähnt, dass der 100 Tage dauernde Völkermord in dem bis zu 1 Mio. Menschen massakriert wurden, genau 17 Jahre her ist). So könnte man die Liste weiter führen. Der Westen bestimmt mit Waffengewalt, wem „geholfen“ wird und wer sterben muss. Einerseits wird getötet, und in anderen Fällen wird beim Töten zugesehen, weil man sich in innere Konflikte nicht einmischen will.

Der Irak wird uns noch mehr Kopfschmerzen bereiten, als uns gerade bewusst ist. Von Afghanistan brauche ich gar nicht zu sprechen. Und Libyen? Dort vertraut man einer Hand voll Menschen die dem Volk fern sind. Der Westen ist ihr Idol in ihren Idealen, die sie immer wieder an die Öffentlichkeit tragen. Das Ganze erinnert an anerzogenes Wissen und Handeln bei einer Einbürgerung. Fragen und Antworten auswendig lernen, Idealvorstellungen runter leiern und dabei lächeln – dann bekommt man auch als Feind der Demokratie den Bundesadler auf seinen Ausweis gestempelt. Heil Leitkultur, morituri te salutant!
Mittwoch 20. April, 2011

geBannholzt

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere hier noch an die Geschichte vor zwei Jahren im April.
Damals wurde ich vor meiner Haustüre einer Drogenkontrolle unterzogen. Der Beamte wollte mich mit einem fingierten Drogentest überführen. Damals schwor ich Rache.

Heidenheimer wissen, dass der Beamte zurzeit vom Dienst suspendiert worden ist. Man hat festgestellt dass er mehrere solcher Aktionen durchgeführt hat. Wie es aussieht fingierte er sogar Berichte zu Ungunsten seiner Klientel ... wahrscheinlich um seine Erfolgsstatistik verschönern. Wer weiß. Vielleicht ist er einfach nur ... eben, einfach nur. Aber kein Beamter mehr.

Skorpione können warten und sehen sich das Schachfeld auch mal gern aus der Ferne an.
Montag 04. April, 2011

FDP

Natürlich ist es gut, wenn man als Partei auf das Wählerurteil reagiert. So funktioniert Parteipolitik.

Aktuell reagiert hierzulande die FDP. Die Wählergunst ist ihnen «abhanden» gekommen. Und was macht man da; man köpft den Kopf, lässt einen nachwachsen und gut ist. Ein jüdischer Satiriker wusste es zu sagen: Der Fisch, stinkt immer vom Kopfe an.
Was die FDP nicht realisiert hat ist, warum ihnen die Wählergunst abhanden gekommen ist. Es geht nicht um Herrn Westerwelle in der Parteiführung, sondern als Westerwelle als Außenminister. Auch wenn die FDP einen neuen Parteichef ernennt, Westerwelle bleibt Außenminister und FDP Mitglied.
Rösler soll's werden, unter anderem. Rösler, derzeit Gesundheitsminister der BRD, hat dann auch gleich öffentlich reagiert und einen Kurswechsel der FDP quasi angekündigt - indem er einen solchen forderte. Die FDP müsse sich »wieder mehr um die Lebenswirklichkeit der Menschen kümmern«, sagte er unlängst. Die Aussage beinhaltet, dass die FDP sich derzeit um die «Lebensfremde» der Menschen kümmert. Ob er seiner Partei damit eine große Hilfe ist, bleibt fraglich. Es zeigt aber, dass Herr Rösler absolut keinen Plan hat und Phrasen drescht.
Dessen ungeachtet ist Westerwelle neben Außenminister noch Vizekanzler. Diese Position wird er nicht halten können, wenn er als Parteichef zurück getreten ist. Weder Rösler, Lindner noch Leutheusser-Schnarrenberger können es aus verschiedenen Gründen werden. Bleibt nur noch Rainer Brüderle – der sich unlängst der Lächerlichkeit preisgab aber dennoch einen für die Union akzeptablen Vizekanzler abgeben könnte.
Sollte Brüderle wirklich zum Vizekanzler ernannt werden, spricht den nächsten Weihnachtsgruß ein anderer Kanzler.
Donnerstag 31. März, 2011

reAktion

Das Volk. Man spricht ihm Macht zu. Das Volk regiert, theoretisch.
Aktuell hat das Volk auf Fukushima reagiert und Schwarz-Gelb in Baden-Württemberg abgewählt. Das ist schön. Denn Fukushima, respektive die Katastrophe dort, darf sich so nicht wiederholen – man muss reagieren. Plötzlich will man keinen Atomstrom mehr.
Das Volk hätte aber schon reagieren können, als das Desaster in Fukushima noch nicht geschehen war. Denn die Gefahren eines atomaren Supergau sind bekannt und schon erlebt. Tschernobyl ist ein Begriff. Mag sein, dass das Volk bisher immer dachte, das waren nur Russen, die hatten keine Ahnung die Russen; sie wussten nicht wie Sicherheit ist, Menschenleben war den Russen nicht viel wert - wir machen es besser, unsere Sicherheit ist sicherer. Harrisburg liegt aber nicht in Russland.

Die Regierung. Man spricht ihm Macht zu. Die Regierung regiert, theoretisch.
Aktuell hat die (unsere) Regierung auf Fukushima reagiert und 7 Atomkraftwerke herunter fahren lassen. Das ist schön. Denn Fukushima, respektive die Katastrophe dort, darf sich so nicht wiederholen – man muss etwas dafür tun. Plötzlich will man mehr Sicherheit.
Die Regierung hätte aber schon vorher reagieren können. Denn die Regierung regiert nicht nur, sondern sollte zum Wohle des Volkes agieren. Das dreimonatige Moratorium ist nichts weiter als eine Farce. In dieser Zeitspanne kann man weder die Sicherheit eines Atomkraftwerkes testen – außerdem müsste man dafür kein Kraftwerk herunter fahren -, noch kann man neue Erkenntnisse erlangen. Nach drei Monaten weiß man nur dasselbe wie davor. Atomkraftwerke und der Müll den sie produzieren, sind nur solange sicher, wie nichts passiert.

Während die einen sich das Recht heraus nehmen, über unser Leben zu entscheiden – nämlich, welchen Gefahren sie uns und unsere Nachkommen aussetzen –, lassen es die anderen mit sich machen. Ab und zu wird reagiert. Meist wenn das Kind im Brunnen nur noch durchs geplatzte Trommelfell atmen kann.
Mittwoch 16. März, 2011

Atomarparteilichkeit

Japan zeigt der Welt, dass Sicherheit nur ein vages Maß ist.
Der Supergau ist nun eingetreten. Fukushima nimmt seinen bitteren Platz in der Geschichte ein.
Die Katastrophe in Japan spaltet auch Deutschland. Egal mit wem ich darüber rede, wird nach ein zwei Worten mit Parteifähnchen gewedelt. Die Tatsache der Katastrophe gerät in den Hintergrund und man ergreift Partei. CDU, SPD, Merkel, Gabriel, Die Grünen... Man stellt sich auf eine Seite und argumentiert gegen die andere. Das können wir alle gut – denn wir werden gerade weder verstrahlt noch müssen wir obdachlos durch verwüstete Straßen wandern.
Unsere Regierung reagiert täglich. In den ersten Tagen sprach man noch von Sicherheit. Röttgen und Merkel beschwichtigten das Volk, indem sie ihre Beschlüsse um die AKW-Laufzeitverlängerung vor die Tatsache der Japan-Katastrophe stellten. Grüne und SPD attackierten die Regierung, weil sie ihre Chance sahen sie bloß zu stellen. Alle hatten und haben sie recht: Die anderen handeln und sind falsch.
Tage später der angebliche und aktuelle Kurswechsel der Regierung. Die Laufzeitverlängerung wird ausgesetzt – für drei Monate. In Baden-Württemberg wird ein Meiler abgeschaltet – was nicht stimmt, denn das Ding wird lediglich herunter gefahren und bis Herbst gewartet. Danach geht es wieder ans Netz, weil Baden-Württemberg die daraus abgeworfenen Steuergelder braucht.
In der ganzen Zeit sprach man über Sicherheit - und jeder wusste Sicherheit für sein Fähnchen zu definieren. Während die eine Seite die Sicherheit der AKWs propagierte, wollte die andere Seite genau das Gegenteil belegen.
Fakt ist, die Diskussion um die Atomkraftwerke wird nicht erst seit Japan geführt. Weder die Risiken noch die Sicherheit sind erst seit letzter Woche bekannt. Das Herunterfahren von 7 AKWs ist zwar zu begrüßen, zeigt aber wie das Volk an der Nase herum geführt wird.
Das Abschalten zeigt vor allem eines: Deutschland kann auf diese Kraftwerke verzichten. Es besteht kein Stromengpass. Einzig die Energiekonzerne werden weniger Gewinn einfahren, weil sie den Markt mit Strom aus Alternativerzeugung (... dazu gehört auch Kohle) versorgen müssen. Bleibt das so, werden sie an der Leipziger Energiebörse die Strompreise angleichen, damit ihr Gewinn wieder steigt.
Die Argumente, dass die AKWs Deutschland mit (irgendwas von knapp unter 7) Milliarden Euro Steuern versorgen, zählen nicht. Das Geld wird dann anderer Stelle eingenommen.
7 AKWs auf die Deutschland verzichten kann. 7 AKWs, die unsere Regierung auf Sicherheit überprüfen will – obwohl sie vor nicht ganz drei Monaten deren Sicherheit zu bestätigen wusste. ...
Mir ist egal wer die Atomkraftwerke abschaltet. Denn früher oder später müssen wir darauf verzichten. Müssen, weil niemand eine Lösung für die Abfallprodukte der Atomkraftwerke hat. Machen wir so weiter, stapelt sich weltweit Atommüll – nicht heute, nicht morgen, aber in absehbarer Zeit, weiß niemand wohin damit. Die derzeitige Abhängigkeit wurde erschaffen, weil sich damit Geld verdienen lässt.
Die Politik muss die Energiekonzerne zwingen alternative Energiegewinnung zu schaffen. Derzeit schreiben aber die Energiekonzerne der Regierung vor, wie sie zu handeln haben – da sie, wie jeder Konzern es eben macht, ihre Gewinne maximieren will. Denn wir leben in eine freien Marktwirtschaft.
Irgendwann schrieb ich hier, dass man Energie und Nahrung von der Marktwirtschaft abkoppeln muss. Energie und Nahrung gehören nicht an die Börse sondern in Staatsgewalt.

Und nur weil die Japaner nicht schreien, heißt das nicht dass sie nicht leiden. Und nur weil es uns nicht passiert ist, heißt das nicht, dass wir besser sind. Würden wir obdachlos, unter Strahlenregen nach unseren Verwandten buddelnd, immer noch unsere Partei loben oder nach einer Lösung suchen?
Mittwoch 09. März, 2011

Religion und Glaube

Für Wolf-Dieter und jedem den es gefällt:

Der Legende nach, lebte vor sehr vielen Jahren ein Mann in einer bekannten Stadt, der für seine Gelehrsamkeit bekannt und geschätzt war. Er kannte jedes Buch seiner Zeit und war nie scheu, sein Wissen zu erweitern. Je mehr er las, desto gläubiger wurde er. Eines Tages fand er in einem alten Buch geschrieben, dass derjenige mit dem reinsten Glauben über Wasser gehen könne. Er beschloss durch die Welt zu ziehen, um diesen reinen Glauben zu finden.
Auf seine Reise kam er durch verschiedene Länder, lernte und lehrte. Verglich und erweiterte sein Wissen. Aber was er auch tat und wie er auch forschte, er konnte nicht über Wasser gehen. So zog er immer weiter, im Glauben, dass er noch nicht genug wisse und der Hoffnung, dass Gott ihn führte.
Eines Tages führte sein Weg entlang eines breiten Flusses, der Wüste und Grasland trennte. Da er auf der öden Seite ging und den Fluss nicht überqueren konnte, folgte er dessen Lauf. Irgendwann werde ich wohl einen Übergang finden. In der Abenddämmerung wusch er sich und betete, so wie er es gelernt hatte und es täglich tat.
Nach seinem Gebet vernahm er undefinierbare Schreie. Er sah ein Wesen, das mehr einem Affen glich als einem Menschen, wie dieser sich im Flussbett wälzte, an seine Haaren zerrte, mit Schlamm und Sand um sich warf, die Hände in den Boden stampfte und dabei tierische Schreie von sich gab. Ängstlich beobachtete er dieses Wesen, dass nach einer Zeit sich plötzlich ans Ufer saß und tat als sei nicht geschehen. Unser Gelehrte sah, dass es ein Mensch war. Verwahrlost, unbekleidet und verdreckt. Er trat langsam näher grüßte und fragte sanft oder er ihn verstehe. Zu seinem Erstaunen grüßte der Wilde ebenso sanft in seiner Sprache zurück und gab an ihn zu verstehen.
Darf ich dich fragen, was du da eben getan hast, fragte der Gelehrte?
Was meist du, fragte er Wilde erstaunt zurück?
Eben, als du geschrien und dich am Boden gewälzt hast. Hast du vielleicht Schmerzen, spekulierte der Gelehrte?
Ach das - du weißt es nicht? Nein ich habe keine Schmerzen. Ich betete zum Schöpfer, so wie ich jeden Tag mache, antwortete der Wilde erstaunt. War das denn nicht richtig?
Es stellte sich heraus, dass der Wilde als Kind von einer Karawane verloren wurde. Seitdem lebte er hier am Fluss und wartete in der Hoffnung wieder gefunden zu werden.
Der Gelehrte begriff dass Gott ihn hierher geführt hatte, um diesen Menschen zu lehren und zu retten. Also brachte er ihm alles bei, was dieser brauchte um in einer Gesellschaft zu leben. Er wusch ihn, schnitt ihm die Haare, gab ihm Kleidung und lehrte ihn, wie man zu Gott betete. Dieser sog alles auf und war nach ein paar Tagen nicht wieder zu erkennen. Der vormals Wilde entwickelte sich zu einem schönen Jüngling.
Als Dank baute er dem Gelehrten ein Floß, damit der ans andere Ufer gelangen konnte. Denn der Gelehrte wollte seinen Weg weiter gehen. Er selbst aber, wollte den Weg gehen, den der andere gekommen war.
Der Gelehrte hatte schon ans andere Ufer angelegt, als er sah, dass der Jüngling ihm etwas zu rief. Er konnte ihn aber ob der Ferne nicht verstehen, und machte das durch Zeichen deutlich. Da lief der Jüngling zu ihm rüber und sagte, er habe vergessen, wann und wie er das Morgengebet zu verrichten habe und es täte ihm Leid ...
Geh zurück und bete, wie du es selbst am Besten hältst, gab der erstaunte Gelehrte zurück.
Am Abend saß er am Lagerfeuer und konnte an nichts anderes mehr denken als an den Jüngling, der einfach über das Wasser gegangen war.
Wie, Gott, konnte der Junge das machen? Wie kann dieser den reinsten Glauben haben? Ich habe alle deine Propheten gelesen, alles was sie lehrten gelernt. Bin immer deinen Weg gegangen und habe deine Gesetze eingehalten. Wieso kann ein ungelehrter Wilder über Wasser gehen ... und ich nicht?!
In der Nacht träumte er, wie Gott zu ihm sprach: Du, Gelehrter, hast alles Wissen um mich aus Büchern gelernt. Dein ganzes Leben, lerntest du von anderen dass es mich gibt, folgtest den Propheten. Du konntest nicht umhin als an mich zu glauben. Jener den du Wilder nennst, fand mich selbst. Und wie er zu mir betete, war und ist reiner als wie du es gelernt hast.
Dienstag 01. März, 2011

Von und zu Guttenberg

Der Bundesminister für Verteidigung ist zurückgetreten. Ein Schritt der nicht zu vermeiden war, nach allem was zu Tage kam.

Es geht hier nicht um Sympathie oder nicht, weder persönlicher noch politischer Natur. Denn Sympathie ist eine sonderbare Sache. Meist wird sie empfunden ohne wirklich begründet werden zu können. Herr zu Guttenberg spaltet die Nation, die er jahrelang getäuscht hat.
Als Politiker konnte man ihn vorzeigen – obwohl ich ihm auch hier nicht viel zuspreche. Denn geleistet hat er nicht mehr als andere. Als die Plagiatsvorwürfe noch solche waren – nämlich Vorwurf – zeigte er was er am Besten kann. Schnell mal zu den Soldaten fliegen um positive Presse zu schaffen. Leider hat es dann nicht funktioniert. Leider, weil ein Mann in seiner Position es überhaupt versucht hatte.
Trotzdem war und vielleicht ist, Herr zu Guttenberg einer der besten Politiker aus seinen Reihen gewesen. Und am Ende haben ihn seine eigenen Reihen zu Fall gebracht. Denn – und das ist meine persönliche Meinung ohne Quellangabe – dieser Doktortitel ist nicht auf seinem Mist gewachsen. Zu Guttenberg hatte bekanntlich viel zu schlechte Noten um überhaupt daran zu denken.
Er hatte alles was er brauchte. Adlig, schneidig, sympathisch. Er konnte reden – konnte, weil er in seinen letzten Reden bewiesen hat, dass er das nicht mehr kann und nur noch dummes Zeug redet. Er habe am Wochenende seine eigene Arbeit intensiv gelesen und gravierende Fehler entdeckt. Hatte er sie denn ohne vorher intensiv zu lesen abgegeben? -, er war sich nicht zu gut um zu sagen, was das Volk hören wollte und seine sturen Parteifreunde nicht zu sagen trauten. Er sagte Afghanistan und Krieg in einem positiven Satz. Herr zu Guttenberg hätte vollkommen gereicht, um Ministerpräsident von Bayern oder Kanzlerkandidat zu werden. Um Frau Dr. Merkel vom Stuhl des Dr. Kohls zu sägen, hätte er keinen Doktortitel gebraucht – seine Wähler hatte er auch ohne hinter sich.
Gewisse Kreise, kennen wir alle und die hat jeder. Fast jeder. Man weiß wie das läuft. Das fängt beim (behalten des) Führerschein(s) an und hört beim Waffenschein auf. Darüber brauchen wir nicht diskutieren – das ist üblich und semilegal. Zu Guttenbergs Kreise haben es zu gut mit ihm gemeint und ihn übers Ziel hinausgeschossen. Ins Aus.

Zumindest vorerst.
Montag 03. Januar, 2011

2011

Happy new Year!
Natürlich wünscht man sich untereinander das Beste für das neue Jahr. Der kalendarische Jahresbeginn ist symbolisch wie das Ankleiden frischer Klamotten. Leider vergisst so mancher bevor er in seine neuen Kleider schlüpft, zu duschen.
Außen hui, innen pfui - und das Ganze mit einem schönen Lächeln. Spätestens im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, fängt das Stinken von neuem an - und man wünscht(e) sich, dass «neue» Jahr sei schon wieder vorbei.
Bilanz. Das ist ein schönes Zauberwort und besser als (ungeduscht) in neuen Klamotten Clown spielen. Was habe ich getan, und vor allem, geht es mir dadurch besser?
Zwei simple Fragen, die jeder für sich beantworten mag - außen vor, wie es anderen Menschen dabei geht. Zwei Fragen die Ego- und Altruist gerecht werden.

In diesem Sinne, ein gesundes und - wie bemessen auch immer - erfolgreiches Jahr 2011!
Freitag 01. Oktober, 2010

Wähler

Man möchte gern auf dem Marktplatz stehen und rufen: «Lieber Wähler, maul nicht rum. Diesen Misthaufen haben wir dir zu verdanken!»

Im Grunde ist ein Sozial-Staat eine feine Sache - wirtschaftlich gesehen. Die Schwächeren werden bei der Stange gehalten, während man aus ihnen den letzten Tropfen heraus ... drückt.
Auf der anderen Seite zeigt sich die Demokratie von ihrer besten Seite. Das Volk wird alle paar Jahre beschwichtigt, indem es seine Stimme abgeben darf. Danach hat er das Maul zu halten, oder es wird ihm gestopft - siehe Stuttgart 21.

Und der Rest? Spart Steuern oder wohnt im Hotel.
Montag 13. September, 2010

Gendefekt

Mein Leben lang, wurde mir gesagt wie ich bin. Dank Herrn Sarrazin (wörtlich, "der aus dem Osten kam"), weiß ich jetzt auch warum. Meine Gene sind defekt. Denn ich bin Moslem.

Ich dusche täglich. Trage täglich frische Unterwäsche. Ich wasche mir nach jedem Stuhlgang mit Wasser und Seife den Hintern. Ich verlasse nie das Haus ohne meine Zähne geputzt zu haben. Ich schneide meine Finger- und Fußnägel. Ich bin Moslem.

Ich habe etwas über 700 Bücher, und jedes Mal wenn ich die ersten Zeilen aus Don Quichotte lese, muss ich lächeln und weinen. Ich liebe Guareschi für seine Geschichten um Don Camillo, und Shakespeare, Dostojewski, Tolstoi, Goethe, Dickens, Heine, Gibran, Ende und so viele mehr. Ich hab die Bibel, den Koran und den Babylonischen Talmud gelesen. Ich bin Moslem.

Ich habe in Deutschland studiert, und liebe die Sprache. Ich lese und sehe täglich Nachrichten. Ich liebe die Physik und die Philosophie, interessiere mich für Politik, Psychologie, Geschichte und verschiedene Kulturen. Ich bin Moslem.

Ich kann ohne Musik nicht leben. Ich liebe Klassik und hätte gern mit Tschaikowsky geredet, liebe guten Rock und ebensolchen Pop. Ich bin House, innerlich Electro und weine zu alten türkischen Liedern. Ich bin Moslem.

Ich kann nachts nicht schlafen, wenn ich jemanden übervorteilen musste. Ich gehe nie an einem Bettler vorbei ohne ihm etwas zu geben – auch wenn ich weiß, dass er vielleicht mehr in der Tasche hat als ich. Wenn ich weiß, dass jemand in meinem Umfeld hungert, kaufe ich für ihn ein. Ich spende monatlich der UNICEF, weil ich hoffe, dass dadurch Kindern in aller Welt geholfen wird. Ich bin Moslem.

Ich habe am 11. September 2001 geweint. Ich bin Moslem.

Immer wieder treffe ich Menschen, die mir sagen, dass ich kein Türke bin. Sie irren. Denn ich bin Türke, Moslem, für einige sogar Mensch und für wenige ein Freund.

Und meine Gene, gehören mir.
Freitag 03. September, 2010

Wünsche

In alten Zeiten, war ein Prophet im ganzen Land bekannt und geehrt.
Eines nachts schickte Gott einen seiner Engel zu dem Propheten, um folgenden Auftrag zu übermitteln: Er solle in einem bestimmten Dorf, einen bestimmten Mann aufsuchen und ihm sagen, dass Gott ihm drei Wünsche erfüllen werde. Der Prophet übermittelte die frohe Botschaft gleich anderntags dem Glücklichen.
  Aber wisse gut mit deinen Wünschen umzugehen, gab er dem Mann als Rat, es werden dir alle Wünsche erfüllt.
Als der Prophet das Haus verließ, kann die Frau des Hauses und wollte wissen, was der Geehrte denn gewollt habe.
  Nichts, er wollte mich nur besuchen, antwortete der Mann.
  Das kann nicht sein, sagte die Frau, der Prophet kommt nicht einfach nur zu Besuch ohne ein Anliegen. Da steckt doch etwas dahinter!
Der Mann wollte nicht ganz mit der Wahrheit herausrücken und drückte sich in verschiedenen Ausreden. Als aber die Frau nicht nachgeben wollte, erzählte er ihr, was ihm der Prophet überbracht hatte.
  Du wirst doch nicht alle drei Wünsche NUR für dich verschwenden, sagte sie daraufhin gleich.
  Ich weiß noch nicht was ich wünschen soll, gab der Mann zurück, denn ich soll mit bedach...
  Was heißt hier, ich weiß noch nicht, schrie die Frau ihn an! ICH koche, putze für dich! ICH pflegte dich, als du krank warst. ICH habe meine Jugend für die verschwendet! ICH war immer an deiner Seite und DU WEISST NICHT WAS …
  Also, unterbrach der Mann sie, sag was du dir wünscht und ich will es so tun!
Die Frau hielt sich selbst nicht für allzu schön und war schon immer neidisch auf die jungen Frauen gewesen. Deshalb wünschte sie sich, die Schönste der Welt zu sein. Und so betete der Mann in der Nacht, Gott solle seine Frau zur schönsten der Welt machen. Am nächsten Tag war die Frau nicht wieder zu erkennen. Wer sie sah, verneigte sich vor solcher Schönheit; was die Frau genoss.
Nach ein paar Tagen war die Frau dem Mann über.
  Sieh mich an, sagte sie. Ich bin so schön und du so hässlich! Was will ich mit dir noch leben, wo ich Könige als Gatten haben kann?! Morgen will ich dich verlassen...
In der Nacht betete der Mann in seiner Wut und Verzweiflung, Gott solle seine Frau zur hässlichsten Frau der Welt machen. Was Gott natürlich erfüllte.
Nach ein paar Tagen, konnte er sie nicht mehr ertragen. Denn er ekelte sich vor soviel Hässlichkeit. Also betete er, Gott solle seine Frau wieder so machen, wie sie war, damit sie wieder glücklich würden.
So hat der Mann, dem drei Wünsche von Gott gewährt wurden, diese für nur eine Frau verschwendet

Und die Moral von der Geschichte? Frag nie eine Frau was sie sich wünscht, sondern kauf ihre Stühle. Und das versteht nur jemand, der den Film »Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr« gesehen hat.
Dienstag 17. August, 2010

Street-View

Wer nicht isst kann nicht scheißen – so wohl einer der ältesten Weisheiten der Menschheit. Eine nicht minder alte und ebensolche Weisheit sagt: Der Mensch wird motzen, sobald er die Möglichkeit dazu bekommt. Und schon sind wir beim Thema: Google Street-View.

Google Street-View Gegner gehen an die ÖffentlichkeitDer Deutsche hört nicht gern', dass er global gesehen eher ein Hinterwälder ist. Er selbst sieht sich auf dem Gipfel der Technik. Exportland Nummer eins. Und mit Glück, hat der Bauer im Dorf sogar «Netz» – neudeutsch ausgedrückt.
Die Wahrheit ist aber eine andere. Deutschland ist in Puncto Datentechnik eher Schlusslicht. Wir haben nämlich das Internet verschlafen und jagen hinter her. Weil wir nicht ankommen, versuchen wir das Internationale Netz an unsere Gesetze anzupassen – anstatt andersherum – und stellen nicht den Nutzen in den Vordergrund. Heißt, Deutschland ist nicht «mitgewachsen» und versucht die «IT-Welt» nun auf ihr Niveau zurück zu stoßen.
Es ist nicht so dass das Volk das Internet nicht annehmen will, sondern dass man ihm den Nutzen einfach durch populistische Diskussionen madig macht. Vor ein paar Jahren gingen Journalisten – der Begriff Journalist ist ja im Grunde selbst eher lächerlich, besagt er nichts weiter als dass der Träger Texte veröffentlicht und sich selbst für einen Redakteur hält - auf Blogger los. Sie fühlten sich angegriffen und griffen zurück. Das Internet war böse und die Nachteile wurden aufgepeitscht. Heute ist jeder Journalist ein Blogger, und niemand hadert mit den Ausgepeitschten. Der propagierte Weltuntergang der Nachrichtenwelt ist ausgeblieben.
Es ist noch nicht lange her, da war ein Navigationssystem noch das Highlight auf jedem Dia-Abend. Während Nichtbesitzer mit Argumenten – wer braucht schon ein Navi – dagegen hielten. Heutzutage ist ein Navi fast schon Grundausstattung in jedem Fahrzeug. In nächster Zeit werden weltweit neue Navigationssysteme auf den Markt gebracht. Und eben da bietet Google Street-View ungeahnte und kostenneutrale Möglichkeiten – die, ich bin mir da sicher, dann auch von den Motzern gern genutzt werden.
An dieser Stelle erwartet man vielleicht dass ich eben diese Möglichkeiten aufzähle. Aber ich denke nicht dass ich das muss – schon gar nicht um Motzern eine weitere Plattform zu bieten. Unsere Bundesregierung wird sich bald mit dem Thema befassen.
Das Beste sind aber diese Damen und Herren – siehe Bild oben -, die erbost über Street-View an die Öffentlichkeit ... ja was? ... gingen? ... gezerrt wurden? ... Jedenfalls sind sie in der Reihnischen-Post vor ihren Häusern abgebildet zu sehen.
Noch Fragen, Kienzle?

image via rp-online.de
Montag 26. Juli, 2010

Zasterparade

Natürlich war früher alles besser. Auch die Loveparade.
In den 90ern war ich einige Male in Berlin und feierte vor und hinter der Absperrung. Als 1999, mehr oder weniger vor unseren blinden Augen und nur ein paar Meter von uns entfernt, ein Mensch erstochen wurde, war das Ding für mich endgültig gegessen.
Natürlich werden jetzt Stimmen laut, in Berlin wäre das nicht passiert. Die Parade sei – und es ist wirklich so - nicht mehr das was es war, sondern nur noch eine Kommerz-Veranstaltung. In den letzten Jahren ging einem das Gezerre ... auf die Eier. Glücklich, die es noch anders erlebt haben. Von einer Parade – Harmonie durch Musik - konnte man schon lange nicht mehr reden.

... copyright AFPDie Schuld an dem Desaster in Duisburg muss nicht gesucht werden, denn sie liegt klar und deutlich zutage. Eine solche Masse durch einen Käfig zu schleusen, als wäre das Ganze nur eine Konzertveranstaltung, ist bittere Dummheit. Selbst als alles klar war, suchten die Verantwortlichen die Schuld bei den Opfern.
Bleibt die Frage ob man das Ding nicht sofort abbrechen hätte sollen. Und nur weil jeder nachplappert was die Verantwortlichen als (Ausrede-)Argument für das Weiterlaufen bringen, wird es nicht Wahrheit. Ein DJ Kollege schreibt mir in einer Mail, dass sie zwar informiert wurden, es «sei was passiert» und sie sollten die Menge bei Stange halten. Aber keiner der Verantwortlichen hätte auch nur eine Träne vergossen, sondern man hätte sich sogar Gedanken um die Besucherzahlen gemacht. Der Rekord sei nun wohl nicht mehr zu knacken, wäre geäußert worden.

Aus den Aufnahmen wird klar, dass niemand so richtig begriffen hat, was da unten wirklich passierte. Die Einsatzkräfte reagieren nämlich gar nicht, außer dass sie versuchen die Menge eingezäunt zu halten. Man kann es ihnen nicht verdenken, denn dafür wurden sie bereit gestellt. Notausgänge blieben geschlossen – so wie sich das gehört.

Fragen wir uns, wie man sich vorgestellt hat die Masse von Menschen mitten in der Nacht - nach der Party - durch diese Schleuse zu bekommen. Ich wage zu bezweifeln dass es dann «nur» 19 Opfer gegeben hätte.

Bitter. Das Ganze ist einfach nur bitter.
Beileid an alle Hinterbliebenen, gute Besserung an alle Verletzten.

image: via AFP
Sonntag 11. Juli, 2010

Sunscreen

Wenn es ein bisschen heißer wird, verbrennen wir uns!

Ich liege am See und freue mich darüber, dass ich alleine bin. Das ist erstaunlich, denn ein paar hundert Meter weiter tummeln sich hunderte Menschen an einem See, der sich mit diesem weder an Schönheit noch noch Größe messen kann.
  Wear sunscreen. If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it… – höre ich die Ruhe, durch die Stimme meiner ungeborenen Tochter Edith, zerreißen.
  The long term benefits of sunscreen have been proved by scientists … – vervollständige ich und sage –, ich wusste gar nicht, dass du das kennst!
  Ich hab’s auf deinem Handy gefunden … und auswendig gelernt.
  Sagte ich nicht, dass mein Mobiltelefon ein Tabu ist! – versuche ich ernst mit noch immer geschlossenen Augen zu klingen.
  Nein, Herr Vater. Das sagtest du nicht… – gibt sie schnippisch zurück – … und wenn es ein bisschen heißer wird, verbrennen wir uns!
  … … – gebe ich zurück und hoffe dass sie verschwindet.
  Wie viel Hitze kann ein Mensch aushalten? Du weißt doch immer alles, Herr Vater… saaaaag.
  Eine Milliarde Grad Celsius! – antworte ich darüber verärgert dass sie immer noch da ist.
  Ha ha … Herr Vater macht Witze! Herr Vater macht, schlechte Witze!
  NEIN, Herr Vater macht keine Witze und schon gar keine schlechten Witze! – sage ich und hocke mich hin.
  Eine Milliarde Grad Celsius … da würden wir doch verdampfen???!!! – will sie es besser wissen.
  Nein, würden wir nicht … wir würden frieren!!! – lächle ich.
  Du bist doch …. was soll denn das jetzt?! Hast du einen Sonnenstich Herr Vater?!
  Das ist mein ernst, du Handyspionin!

Tatsächlich ist es so, dass Hitze nicht gleich Hitze ist. Heißt, die Grad-Zahl sagt nichts über die Dichte der Masse auf, in der sie auftritt. Das ist auch der Grund warum wir 80° Celsius aus einem Föhn ertragen können, uns aber bei 80° Celsius im Wasser verbrühen würden. Hätte also die Erde eine geringere Dichte in der Atmosphäre – zum Beispiel wie auf Uranus -, würden wir bei einer Million Grad Celsius eher frieren als uns verbrennen. Natürlich dürfte man dann auch nicht die Tatsache vergessen, dass wir ein paar Sekunden später – nachdem wir gefroren haben -, aufgehen wie ein Hefeteig und platzen wie ein Frosch, dem man eine Zigarette in den Mund gestopft hat. Es ist also alles relativ – lieber schwitzen als platzen.

  … und es ist trotzdem heiß! – sagt sie als ich ihr das erklärt habe.
  Ja, darum werden wir jetzt auch ins Wasser springen, du Quälgeist …
  … I will dispense this advice now. Enjoy the power and beauty of YOUR YOUTH… – schreit sie als sie ins Wasser werfe.

Donnerstag 01. Juli, 2010

rrrrRRR

Was ihr da nicht hört, ist der neue Achtzylinder der hier im Hintergrund surrt.
Und für die es nicht verstanden haben, auf das Ganze auf Schwäbisch: Das Fieber hat eine frisches Betriebssystem verpasst bekommen.

Für ein paar Stunden sah’s wirklich schlecht aus – denn auch ich mache Fehler, wenn ich einfach so drauf los klicke. Man wird nicht älter sondern leichtsinniger. Allzumenschlich das – frei nach Nietzsche.
Sonntag 13. Juni, 2010

Vuvuzela

So funktioniert die Welt. Gib dem Menschen die Möglichkeit seine Dummheit unter Beweis zu stellen, und er wird es tun. Und die Fußballweltmeisterschaft 2010 beweist, dass die Mehrheit der Menschen dumm ist. Denn wenn einer an einer Ecke seine Notdurft verrichtet, findet sich gleich darauf ein weiterer, und so weiter. Bis irgendwann an dieser Stelle eine öffentlich Toilette gebaut wird, weil sich jeder darüber aufregt, dass man hier auf offener Straße pinkeln muss. Das Ganze nur, weil dumme Menschen das tun was andere dumme Menschen machen. Dummsein ist eine kollektive Angelegenheit - selbst  C.G. Jung sprach vom Kollektivbewusstsein.

Man will ja immer etwas Neues haben. So auch bei dieser WM - und kulturbezogen wie man so ist, sucht man im Gastgeberland nach deren Gepflogenheiten. Gefunden hat man nicht viel, in Süd-Afrika. Außer dass man sich dort gern auf offener Straße abmurkst, verjagt man Raubtiere mit der Vuvuzela. Aus dem Abmurksen kann man natürlich nicht viel herausschlagen, aber aus den Vuvuzelas. Und zack, finden sich in Deutschland zwei Vollpfosten die die Dinger Stadiongerecht - nämlich aus Kunststoff und dreiteilig – in allen möglichen Nationalfarben produzieren und sich eine goldene Nase daran verdienen. Und zack, hat jeder Depp im Stadion eine solche Tröte und es ist ihm kollektiv egal was da auf dem Rasen passiert - er trötet, kollektiv. Und zack, wir anderen - die kollektiv zu Hause geblieben sind - hören bei der Leichenschau (so würde Public-Viewing nämlich wirklch übersetzt heißen) ein Dauertröten.

So funktioniert die Welt. Gib dem Menschen die Möglichkeit seine Dummheit unter Beweis zu stellen, und er trötet sie kollektiv zur Schau.

Dienstag 08. Juni, 2010

Grundlagen

Zwei Dinge darf ein Staat nicht machen:

  1. Arbeitslosigkeit fördern
  2. Den Staatshaushalt über Arbeitslose sanieren
Montag 07. Juni, 2010

Sparen.sie

Das Volk ist durch die bevorstehende Fußball-WM abgelenkt. Da kann man als Regierungskoalition schon mal die Katze aus dem Sack lassen.

Und weil's schon immer so war wird der kleine Mann zur Ader gelassen. Selbst schuld, man hätte auch Hotelier werden können – und wer will denn schon bei dem grausigen Verkehr Auto fahren; außer man kann es als Geschäftsmann von der Steuer absetzen. Dem ist die Ökosteuer nämlich egal, sogar gelegen.

Kinder sind ja auch nicht mehr in - fehlen ja Kindergartenplätze und wer will die Dinger schon erziehen. Außerdem haben ja eh mehr Hartz-IV Empfänger Bälger - warum also die noch mehr unterstützen. Es gibt Kondome.

 

Ja, so ist das. Man muss sparen. Das geht natürlich auch am falschen Ende.

Samstag 05. Juni, 2010

Maria Bögerl

 War's gestern noch Vermutung, ist es heute Gewissheit. Frau Maria Bögerl ist tot - die Leiche wurde gerichtsmedizinisch identifiziert. Mein Beileid an alle Hinterbliebenen!
Wie immer bei solchen Geschichten, hatte und hat jeder etwas dazu zu sagen. Kaum war die Entführung bekannt geworden, spekulierte die Bevölkerung. Die einen "wussten" dass sie getürmt sei, die anderen meinten ihr Mann hätte das Ganze geplant. Nach ein paar Tagen "wusste" man, dass sie entweder irgendwo im Ausland den Lenz feiert oder schon tot ist. Aus den beiden letzten Sätzen ist jeweils die letzte Aussage wahr.
 Ein paar Fakten - die man über die Medien mitbekam:
1. Die Lösegeldsumme von 300.000 Euro. Klingt im ersten Augenblick nicht sehr suspekt, ist es aber.  
2. Die verspätete Lösegeldübergabe. Herr Bögerl ließ sich Zeit, den Betrag zu besorgen - die Polizei war zu dem Zeitpunkt (entgegen ersten Berichten) schon involviert.
3. Das abgestellte Fahrzeug der Maria Bögerl am Kloster Neresheim.
4. Ein Satz aus dem Schreiben, mit dem sich Herr Bögerl an die Medien (zuerst Radio, später TV) wandte: "... geben sie uns meine Frau, unsere Mutter zurück".
5. Die TV Aufzeichnung, mit der sich die Familie an die Medien wandte, zeigt deutlich, dass Herr Bögerl lügt.

 Lassen wir Punkt 1 und 2 (noch) bei Seite. Punkt 3 ist sehr interessant; Ich denke, ich muss nichts weiter dazu sagen. Warum sagt er das, denkt man sich bei Punkt 4. "Geben sie uns meine Frau, unsere Mutter zurück." Würde ein Mann und Vater der Angst um seine Frau hat, so etwas und in dieser Reihenfolge sagen?

 Punkt 5 werden Psychologen das besser als ich es könnte ausgewertet haben. Jeder mit dem ich über dieses Video geredet habe, ist erschüttert von dem Leiden der Familie. Ich sehe nur dass die Kinder leiden. Herr Bögerl hat eher Angst um sich als um seine Frau.

 Wahrscheinlich war die Ehe schon lange zerrüttet. Entweder hatte Maria Bögerl oder beide Ehepaare ein außereheliches Verhältnis. Nach Außen hin darf natürlich niemand davon etwas mitbekommen - aber als das Ganze nicht mehr aushaltbar ist, einigt man sich auf die Entführungsgesichte. 300.000 Euro darf ein Sparkassenvorstand maximal ohne weiteres abheben. Die Rahmengeschichte hierzu ist nebensächlich - bis auf die Tatsache dass Herr Bögerl am Ende nasse Hosen bekommt - oder er handelte einfach nur kaltblütig.

Wahrscheinlich sollte das Ganze schlicht und einfach ablaufen. Maria Bögerl und ein Handlanger - ihr Verhältnis? - ziehen mit der Entführungssumme ab, Herr Bögerl meldet das Ganze nach einer Karenzzeit der Polizei. Als aber es so läuft wie es gelaufen ist, sieht sich der Handlanger über den Tisch gezogen und tötet Maria Bögerl.

Schade dass ein Mensch sterben musste, nur weil ein anderer Gesicht und Posten wahren wollte.

Wie auch immer die Geschichte zu Ende geht, die Sparkasse Heidenheim wird sich nach einem Ersatz für Herr Bögerl umsehen müssen.

Dienstag 01. Juni, 2010

Maitanz

Nun - schönes Wetter hatten wir den Mai über nicht. Passend dazu tritt Herr Köhler das Amt des Bundespräsidenten mit Füßen und verlässt das stinkende Schiff.

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

Man fragt sich welchen Teil er von diesem Schwur, nicht verstanden hat. Und jeder der ihn «verstehen» kann, hat nicht begriffen worum es geht.

Diese Regierung ist zur Unfähigkeit gestempelt worden - die einzige Konsequenz wären Neuwahlen.

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