Dienstag 17. August, 2010

Street-View

Wer nicht isst kann nicht scheißen – so wohl einer der ältesten Weisheiten der Menschheit. Eine nicht minder alte und ebensolche Weisheit sagt: Der Mensch wird motzen, sobald er die Möglichkeit dazu bekommt. Und schon sind wir beim Thema: Google Street-View.

Google Street-View Gegner gehen an die ÖffentlichkeitDer Deutsche hört nicht gern', dass er global gesehen eher ein Hinterwälder ist. Er selbst sieht sich auf dem Gipfel der Technik. Exportland Nummer eins. Und mit Glück, hat der Bauer im Dorf sogar «Netz» – neudeutsch ausgedrückt.
Die Wahrheit ist aber eine andere. Deutschland ist in Puncto Datentechnik eher Schlusslicht. Wir haben nämlich das Internet verschlafen und jagen hinter her. Weil wir nicht ankommen, versuchen wir das Internationale Netz an unsere Gesetze anzupassen – anstatt andersherum – und stellen nicht den Nutzen in den Vordergrund. Heißt, Deutschland ist nicht «mitgewachsen» und versucht die «IT-Welt» nun auf ihr Niveau zurück zu stoßen.
Es ist nicht so dass das Volk das Internet nicht annehmen will, sondern dass man ihm den Nutzen einfach durch populistische Diskussionen madig macht. Vor ein paar Jahren gingen Journalisten – der Begriff Journalist ist ja im Grunde selbst eher lächerlich, besagt er nichts weiter als dass der Träger Texte veröffentlicht und sich selbst für einen Redakteur hält - auf Blogger los. Sie fühlten sich angegriffen und griffen zurück. Das Internet war böse und die Nachteile wurden aufgepeitscht. Heute ist jeder Journalist ein Blogger, und niemand hadert mit den Ausgepeitschten. Der propagierte Weltuntergang der Nachrichtenwelt ist ausgeblieben.
Es ist noch nicht lange her, da war ein Navigationssystem noch das Highlight auf jedem Dia-Abend. Während Nichtbesitzer mit Argumenten – wer braucht schon ein Navi – dagegen hielten. Heutzutage ist ein Navi fast schon Grundausstattung in jedem Fahrzeug. In nächster Zeit werden weltweit neue Navigationssysteme auf den Markt gebracht. Und eben da bietet Google Street-View ungeahnte und kostenneutrale Möglichkeiten – die, ich bin mir da sicher, dann auch von den Motzern gern genutzt werden.
An dieser Stelle erwartet man vielleicht dass ich eben diese Möglichkeiten aufzähle. Aber ich denke nicht dass ich das muss – schon gar nicht um Motzern eine weitere Plattform zu bieten. Unsere Bundesregierung wird sich bald mit dem Thema befassen.
Das Beste sind aber diese Damen und Herren – siehe Bild oben -, die erbost über Street-View an die Öffentlichkeit ... ja was? ... gingen? ... gezerrt wurden? ... Jedenfalls sind sie in der Reihnischen-Post vor ihren Häusern abgebildet zu sehen.
Noch Fragen, Kienzle?

image via rp-online.de
Montag 26. Juli, 2010

Zasterparade

Natürlich war früher alles besser. Auch die Loveparade.
In den 90ern war ich einige Male in Berlin und feierte vor und hinter der Absperrung. Als 1999, mehr oder weniger vor unseren blinden Augen und nur ein paar Meter von uns entfernt, ein Mensch erstochen wurde, war das Ding für mich endgültig gegessen.
Natürlich werden jetzt Stimmen laut, in Berlin wäre das nicht passiert. Die Parade sei – und es ist wirklich so - nicht mehr das was es war, sondern nur noch eine Kommerz-Veranstaltung. In den letzten Jahren ging einem das Gezerre ... auf die Eier. Glücklich, die es noch anders erlebt haben. Von einer Parade – Harmonie durch Musik - konnte man schon lange nicht mehr reden.

... copyright AFPDie Schuld an dem Desaster in Duisburg muss nicht gesucht werden, denn sie liegt klar und deutlich zutage. Eine solche Masse durch einen Käfig zu schleusen, als wäre das Ganze nur eine Konzertveranstaltung, ist bittere Dummheit. Selbst als alles klar war, suchten die Verantwortlichen die Schuld bei den Opfern.
Bleibt die Frage ob man das Ding nicht sofort abbrechen hätte sollen. Und nur weil jeder nachplappert was die Verantwortlichen als (Ausrede-)Argument für das Weiterlaufen bringen, wird es nicht Wahrheit. Ein DJ Kollege schreibt mir in einer Mail, dass sie zwar informiert wurden, es «sei was passiert» und sie sollten die Menge bei Stange halten. Aber keiner der Verantwortlichen hätte auch nur eine Träne vergossen, sondern man hätte sich sogar Gedanken um die Besucherzahlen gemacht. Der Rekord sei nun wohl nicht mehr zu knacken, wäre geäußert worden.

Aus den Aufnahmen wird klar, dass niemand so richtig begriffen hat, was da unten wirklich passierte. Die Einsatzkräfte reagieren nämlich gar nicht, außer dass sie versuchen die Menge eingezäunt zu halten. Man kann es ihnen nicht verdenken, denn dafür wurden sie bereit gestellt. Notausgänge blieben geschlossen – so wie sich das gehört.

Fragen wir uns, wie man sich vorgestellt hat die Masse von Menschen mitten in der Nacht - nach der Party - durch diese Schleuse zu bekommen. Ich wage zu bezweifeln dass es dann «nur» 19 Opfer gegeben hätte.

Bitter. Das Ganze ist einfach nur bitter.
Beileid an alle Hinterbliebenen, gute Besserung an alle Verletzten.

image: via AFP
Sonntag 11. Juli, 2010

Sunscreen

Wenn es ein bisschen heißer wird, verbrennen wir uns!

Ich liege am See und freue mich darüber, dass ich alleine bin. Das ist erstaunlich, denn ein paar hundert Meter weiter tummeln sich hunderte Menschen an einem See, der sich mit diesem weder an Schönheit noch noch Größe messen kann.
  Wear sunscreen. If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it… – höre ich die Ruhe, durch die Stimme meiner ungeborenen Tochter Edith, zerreißen.
  The long term benefits of sunscreen have been proved by scientists … – vervollständige ich und sage –, ich wusste gar nicht, dass du das kennst!
  Ich hab’s auf deinem Handy gefunden … und auswendig gelernt.
  Sagte ich nicht, dass mein Mobiltelefon ein Tabu ist! – versuche ich ernst mit noch immer geschlossenen Augen zu klingen.
  Nein, Herr Vater. Das sagtest du nicht… – gibt sie schnippisch zurück – … und wenn es ein bisschen heißer wird, verbrennen wir uns!
  … … – gebe ich zurück und hoffe dass sie verschwindet.
  Wie viel Hitze kann ein Mensch aushalten? Du weißt doch immer alles, Herr Vater… saaaaag.
  Eine Milliarde Grad Celsius! – antworte ich darüber verärgert dass sie immer noch da ist.
  Ha ha … Herr Vater macht Witze! Herr Vater macht, schlechte Witze!
  NEIN, Herr Vater macht keine Witze und schon gar keine schlechten Witze! – sage ich und hocke mich hin.
  Eine Milliarde Grad Celsius … da würden wir doch verdampfen???!!! – will sie es besser wissen.
  Nein, würden wir nicht … wir würden frieren!!! – lächle ich.
  Du bist doch …. was soll denn das jetzt?! Hast du einen Sonnenstich Herr Vater?!
  Das ist mein ernst, du Handyspionin!

Tatsächlich ist es so, dass Hitze nicht gleich Hitze ist. Heißt, die Grad-Zahl sagt nichts über die Dichte der Masse auf, in der sie auftritt. Das ist auch der Grund warum wir 80° Celsius aus einem Föhn ertragen können, uns aber bei 80° Celsius im Wasser verbrühen würden. Hätte also die Erde eine geringere Dichte in der Atmosphäre – zum Beispiel wie auf Uranus -, würden wir bei einer Million Grad Celsius eher frieren als uns verbrennen. Natürlich dürfte man dann auch nicht die Tatsache vergessen, dass wir ein paar Sekunden später – nachdem wir gefroren haben -, aufgehen wie ein Hefeteig und platzen wie ein Frosch, dem man eine Zigarette in den Mund gestopft hat. Es ist also alles relativ – lieber schwitzen als platzen.

  … und es ist trotzdem heiß! – sagt sie als ich ihr das erklärt habe.
  Ja, darum werden wir jetzt auch ins Wasser springen, du Quälgeist …
  … I will dispense this advice now. Enjoy the power and beauty of YOUR YOUTH… – schreit sie als sie ins Wasser werfe.

Donnerstag 01. Juli, 2010

rrrrRRR

Was ihr da nicht hört, ist der neue Achtzylinder der hier im Hintergrund surrt.
Und für die es nicht verstanden haben, auf das Ganze auf Schwäbisch: Das Fieber hat eine frisches Betriebssystem verpasst bekommen.

Für ein paar Stunden sah’s wirklich schlecht aus – denn auch ich mache Fehler, wenn ich einfach so drauf los klicke. Man wird nicht älter sondern leichtsinniger. Allzumenschlich das – frei nach Nietzsche.
Sonntag 13. Juni, 2010

Vuvuzela

So funktioniert die Welt. Gib dem Menschen die Möglichkeit seine Dummheit unter Beweis zu stellen, und er wird es tun. Und die Fußballweltmeisterschaft 2010 beweist, dass die Mehrheit der Menschen dumm ist. Denn wenn einer an einer Ecke seine Notdurft verrichtet, findet sich gleich darauf ein weiterer, und so weiter. Bis irgendwann an dieser Stelle eine öffentlich Toilette gebaut wird, weil sich jeder darüber aufregt, dass man hier auf offener Straße pinkeln muss. Das Ganze nur, weil dumme Menschen das tun was andere dumme Menschen machen. Dummsein ist eine kollektive Angelegenheit - selbst  C.G. Jung sprach vom Kollektivbewusstsein.

Man will ja immer etwas Neues haben. So auch bei dieser WM - und kulturbezogen wie man so ist, sucht man im Gastgeberland nach deren Gepflogenheiten. Gefunden hat man nicht viel, in Süd-Afrika. Außer dass man sich dort gern auf offener Straße abmurkst, verjagt man Raubtiere mit der Vuvuzela. Aus dem Abmurksen kann man natürlich nicht viel herausschlagen, aber aus den Vuvuzelas. Und zack, finden sich in Deutschland zwei Vollpfosten die die Dinger Stadiongerecht - nämlich aus Kunststoff und dreiteilig – in allen möglichen Nationalfarben produzieren und sich eine goldene Nase daran verdienen. Und zack, hat jeder Depp im Stadion eine solche Tröte und es ist ihm kollektiv egal was da auf dem Rasen passiert - er trötet, kollektiv. Und zack, wir anderen - die kollektiv zu Hause geblieben sind - hören bei der Leichenschau (so würde Public-Viewing nämlich wirklch übersetzt heißen) ein Dauertröten.

So funktioniert die Welt. Gib dem Menschen die Möglichkeit seine Dummheit unter Beweis zu stellen, und er trötet sie kollektiv zur Schau.

Dienstag 08. Juni, 2010

Grundlagen

Zwei Dinge darf ein Staat nicht machen:

  1. Arbeitslosigkeit fördern
  2. Den Staatshaushalt über Arbeitslose sanieren
Montag 07. Juni, 2010

Sparen.sie

Das Volk ist durch die bevorstehende Fußball-WM abgelenkt. Da kann man als Regierungskoalition schon mal die Katze aus dem Sack lassen.

Und weil's schon immer so war wird der kleine Mann zur Ader gelassen. Selbst schuld, man hätte auch Hotelier werden können – und wer will denn schon bei dem grausigen Verkehr Auto fahren; außer man kann es als Geschäftsmann von der Steuer absetzen. Dem ist die Ökosteuer nämlich egal, sogar gelegen.

Kinder sind ja auch nicht mehr in - fehlen ja Kindergartenplätze und wer will die Dinger schon erziehen. Außerdem haben ja eh mehr Hartz-IV Empfänger Bälger - warum also die noch mehr unterstützen. Es gibt Kondome.

 

Ja, so ist das. Man muss sparen. Das geht natürlich auch am falschen Ende.

Samstag 05. Juni, 2010

Maria Bögerl

 War's gestern noch Vermutung, ist es heute Gewissheit. Frau Maria Bögerl ist tot - die Leiche wurde gerichtsmedizinisch identifiziert. Mein Beileid an alle Hinterbliebenen!
Wie immer bei solchen Geschichten, hatte und hat jeder etwas dazu zu sagen. Kaum war die Entführung bekannt geworden, spekulierte die Bevölkerung. Die einen "wussten" dass sie getürmt sei, die anderen meinten ihr Mann hätte das Ganze geplant. Nach ein paar Tagen "wusste" man, dass sie entweder irgendwo im Ausland den Lenz feiert oder schon tot ist. Aus den beiden letzten Sätzen ist jeweils die letzte Aussage wahr.
 Ein paar Fakten - die man über die Medien mitbekam:
1. Die Lösegeldsumme von 300.000 Euro. Klingt im ersten Augenblick nicht sehr suspekt, ist es aber.  
2. Die verspätete Lösegeldübergabe. Herr Bögerl ließ sich Zeit, den Betrag zu besorgen - die Polizei war zu dem Zeitpunkt (entgegen ersten Berichten) schon involviert.
3. Das abgestellte Fahrzeug der Maria Bögerl am Kloster Neresheim.
4. Ein Satz aus dem Schreiben, mit dem sich Herr Bögerl an die Medien (zuerst Radio, später TV) wandte: "... geben sie uns meine Frau, unsere Mutter zurück".
5. Die TV Aufzeichnung, mit der sich die Familie an die Medien wandte, zeigt deutlich, dass Herr Bögerl lügt.

 Lassen wir Punkt 1 und 2 (noch) bei Seite. Punkt 3 ist sehr interessant; Ich denke, ich muss nichts weiter dazu sagen. Warum sagt er das, denkt man sich bei Punkt 4. "Geben sie uns meine Frau, unsere Mutter zurück." Würde ein Mann und Vater der Angst um seine Frau hat, so etwas und in dieser Reihenfolge sagen?

 Punkt 5 werden Psychologen das besser als ich es könnte ausgewertet haben. Jeder mit dem ich über dieses Video geredet habe, ist erschüttert von dem Leiden der Familie. Ich sehe nur dass die Kinder leiden. Herr Bögerl hat eher Angst um sich als um seine Frau.

 Wahrscheinlich war die Ehe schon lange zerrüttet. Entweder hatte Maria Bögerl oder beide Ehepaare ein außereheliches Verhältnis. Nach Außen hin darf natürlich niemand davon etwas mitbekommen - aber als das Ganze nicht mehr aushaltbar ist, einigt man sich auf die Entführungsgesichte. 300.000 Euro darf ein Sparkassenvorstand maximal ohne weiteres abheben. Die Rahmengeschichte hierzu ist nebensächlich - bis auf die Tatsache dass Herr Bögerl am Ende nasse Hosen bekommt - oder er handelte einfach nur kaltblütig.

Wahrscheinlich sollte das Ganze schlicht und einfach ablaufen. Maria Bögerl und ein Handlanger - ihr Verhältnis? - ziehen mit der Entführungssumme ab, Herr Bögerl meldet das Ganze nach einer Karenzzeit der Polizei. Als aber es so läuft wie es gelaufen ist, sieht sich der Handlanger über den Tisch gezogen und tötet Maria Bögerl.

Schade dass ein Mensch sterben musste, nur weil ein anderer Gesicht und Posten wahren wollte.

Wie auch immer die Geschichte zu Ende geht, die Sparkasse Heidenheim wird sich nach einem Ersatz für Herr Bögerl umsehen müssen.

Dienstag 01. Juni, 2010

Maitanz

Nun - schönes Wetter hatten wir den Mai über nicht. Passend dazu tritt Herr Köhler das Amt des Bundespräsidenten mit Füßen und verlässt das stinkende Schiff.

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

Man fragt sich welchen Teil er von diesem Schwur, nicht verstanden hat. Und jeder der ihn «verstehen» kann, hat nicht begriffen worum es geht.

Diese Regierung ist zur Unfähigkeit gestempelt worden - die einzige Konsequenz wären Neuwahlen.

Montag 24. Mai, 2010

Null

  Wenn ich dir null Äpfel gebe, wie viele Äpfel hast du dann???

 

Es ist ja nicht so, dass man einfach vor sich hin lebt. Täglich. Woche für Woche, Jahr für Jahr. Man erlebt, lernt daraus und lebt weiter. Und dazwischen gibt es Sonntage, voll Sonne, schönem Essen und Edith – meine ungeborene Tochter.

  Null ist komisch – lässt Edith mich plötzlich wissen

Den ganzen Tag war sie nur einfach wortlos dabei. Sie sprach nicht, genoss den Tag und lachte sogar als wir mit dem Boot fuhren. Jetzt, als wir nach Hause fahren, sitzt sie auf dem Rücksitz und lässt mich wissen, dass 0 komisch ist.

  Null ist nicht komischer als irgendeine Zahl – gebe ich zurück.

  Doch! Null ist sogar sehr komisch! Wenn ich dir null Äpfel gebe, wie viele hast du dann?!

  Keine, weil du mir keinen Apfel gegeben hast....

  Und warum sagt man dann ÄPFEL???, wenn ich dir keinen gegeben habe?! - weiß sie trotzig.

  ... das, sagt man nur so.

  Die Bootsfahrt zurück hat null Euro gekostet, stand auf dem Schild! „Rückfahrt null Euro“ - sagt sie so, als müsste ich begreifen worauf sie hinaus will – wie kann etwas null Euro kosten?

  ... damit will man doch nur sagen dass etwas umsonst ...

  Wenn du mir null Euro gibst, wie viel Euro habe ich dann???!

  ... etwas nichts ... kostet. ... Null Euro kann man nicht geben.

  Und warum kann dann etwas null Euro kosten?

  Das kann es nicht. Die Leute sollen das nur denken – versuche ich ihr den Trick zu erklären.

  Dann ist null komisch! - fühlt sie sich bestätigt – Null gibt es nicht. Null kann nicht sein.

  Oh doch. Null ist sehr wohl – lächle ich in den Rückspiegel.

  Ja ja, nur als Zahl...

  Nein, nicht nur als Zahl. Null kann man auch fühlen, so wie man EINEN Apfel fühlt.

  ... Herr Vater, null gibt es nicht. ... Haben wir doch gerade ...

  War es heute warm? - frage ich während ich weiter in den Rückspiegel lächle.

  Ja, seeeehr – lacht sie zurück.

  Und weißt du wie viel Grad es war?

  Bestimmt über zwanzig! - weiß sie.

  Und weißt du noch wie kalt es im Winter immer war? ... Wann Wasser zu Eis wird?

  ...

  Null Grad kann man fühlen. Da ist null real. Wenn null Grad nicht wäre, müsste man bei null Grad nicht frieren.

  Ich will jetzt heim ... und wenn du wir dann null Kuchen essen, reden wir weiter – lächelt sie zurück, nachdem sie eine Weile darüber nachgedacht hat.

 

Die Rückfahrt auf dem Boot hat wirklich null Euro gekostet. Und wenn die niemand von uns gehabt hätte, hätten wir wahrscheinlich schwimmen müssen.

Dienstag 18. Mai, 2010

Pleitenkriege

Die meisten Kriege hätten religiöse Gründe, lernt man. Dumme Menschen plappern das nicht nur nach, sie lehren das auch an Schulen und Stammtischen.

Die meisten Kriege hatten wirtschaftliche Gründe, ist die Wahrheit. Religion diente nur als Vorwand. Kein Krieg - nein, auch nicht der 30jährige - wurde aus ideologischen Gründen geführt. Selbst Herr Hitler musste den zweiten Weltkrieg übers Knie brechen, ansonsten wäre sein Reich innerhalb der nächsten Jahren einfach zusammen gebrochen - so pleite wie der Staat war. Denn ein Staat der pleite geht ... muss seine Politik ändern oder in den Krieg ziehen.

Und heute steht man da und überlegt wie man Europa retten kann - vor der Pleite. Frankreich droht mit dem Euro-Austritt, England reibt sich die Hände und Griechenland steht als böser Bube da. Bleibt abzuwarten ob Europa wirklich begreift und nicht nur reagiert; Denn manche Wunde muss genäht werden - ein Pflaster schützt zwar vorm Verbluten ...

Dienstag 11. Mai, 2010

Koch

Hessens Koch meldet sich zurück und sägt dümmlich - was soll er sonst machen, er kann nicht anders als so - am ersten Stuhl der Nation.

Montag 10. Mai, 2010

Gewählt

NRW hat gewählt. Schwarz-gelb ist abgewählt und wie immer nach einer Wahl gibt’s viele Meinungen darüber. Analysten, auch selbsterkorene, zerfleddern sich gegenseitig in ihren Analysen.

Demokratie ist nicht immer was der eigentlich Sinn hergibt. Die Meinung der Mehrheit wird mehr interpretiert als wahrgenommen. Man spricht davon den Wähler nicht erreicht zu haben, als die eigene Unfähigkeit zu akzeptieren.

 

Und bei den Piraten hat man den Eindruck, dass so mancher in diese Partei tritt, wie andere sich billiges Bauland an der Einflugschneise des nächsten Flughafens kaufen, weil sie sich kein anderes leisten können, um dann über den Fluglärm zu motzen.

Mittwoch 05. Mai, 2010

Liebe

  ... ich will ... nicht!


Es ist wieder einer dieser Sonntagabende, die man vor dem TV zu Ende erlebt. Man hat nicht viel mehr zu tun als auf die Nacht zu warten um endlich schlafen gehen zu dürfen. Darum liege ich lang auf der Couch und sehe mir im Fernsehen an was da kommt – eine Liebesschnulze, mit vorprogrammiertem Happyend.  
Edith, meine ungeborene Tochter, liegt auf der anderen Couch und sieht mit. Sie scheint recht interessiert an dem Geschehen zu sein, dass uns über Mattscheibe ins Wohnzimmer erzählt wird. Ihr Interesse muss man nicht erraten, man kann es sehen. Sie liegt unter ihrer Wolldecke und ihre Augen saugen sich regelrecht am Fernseher fest. Jeder Werbeblock wird mit verbalem Unwohl kommentiert.
  George, make an educated guess! Di di di... oh Mann, das nervt! - äfft sie nach.
  ..., - antworte ich.
Später, als das Happyend dann – wie erwartet – endlich geschehen ist, will keiner von uns etwas sagen. Der Schein trügt, denn ich kenne meine Tochter und weiß, dass sie nur auf ein Wort von mir wartet um mich mit ihren Gedanken zu fluten. Ich warte einfach ab, wie lange sie das aushält.
  JETZT sag' doch endlich was!
  ... Zähneputzen und dann ab ins Bett ...
  Wieso macht ihr immer so ein Ding aus euren Gefühlen! - ignoriert sie meine Ansage.
  Weil Erwachsene nicht mit Gefühlen umgehen können, und jetzt ... Zähne putzen und ab in Bett ... morgen ist auch noch ein Tag!
  Wieso muss man mit Gefühlen umgehen können?! Ihr seid doch schon ein paar Jahre länger auf der Welt solltet doch wissen wie man liebt! - weiß sie es besser.
  Niemand weiß wie man liebt, ... Liebe kann man nicht steuern. Sie kommt, sie geht...  – versuche ich das Gespräch zu beenden.
Es kommt wie es kommen muss. Sie will natürlich alles über Liebe wissen. Woher es kommt, wieso es kommt, wieso man liebt und vor allem, wer bestimmt das Ganze. Und genau so natürlich kann ich ihr keine Erklärung dafür geben – denn es gibt keine Erklärung. Stattdessen fahre ich den PC hoch und gebe ihr einen Text zu lesen den ich 2002 dazu geschrieben hatte. Ich selbst, gehe ins Bad und bin für Minuten befreit zu antworten – danach will ich Müdigkeit vortäuschen und schnell ins Bett.
  Wird mir das auch geschehen?! SAG SCHON!!! - fordert sie als ich ihr wortlos ihre Zahnbürste reiche.
  Auch wenn ich das nicht hoffe, musst du dich darauf einstellen... ja – antworte ich ehrlich – aber ich bin ja da und vielleicht kann ich dir ... helfen.
  ... ich will ... nicht! - sagt sie während die Zahnbürste den Rest ihrer Gedanken ausradiert.
Du wirst wollen, mein ungeborene, du wirst wollen. Denn jeder will und hinterher will niemand gewollt haben. Das gehört einfach zum Leben dazu. Nur ich, ich will wirklich nicht. :-)

Montag 03. Mai, 2010

Ping

Nach all den Wochen ohne das Fieber, fehlt mir das Ganze doch sehr.

Ich bin nicht anders als vorher, nur ein paar Wochen älter. ;-)

Montag 08. März, 2010

Os(c)kar

An dieser Stelle wieder, nach langer Zeit, fast pünktlich der Spruch zum Wochenstart:

An the Oscar goes to: Westerwelle!

Nein mein Lieber. Davon hast du nur geträumt. Dir verleihen wir die Krone der Hotelbartänzerinnen - zu mehr reicht es bei dir nicht.

In diesem Sinne - achte sie demnächst mehr darauf wem sie ihre Stimme geben (außer sie haben ihn vorher geschmiert) - einen wunderschönen Wochenstart.

Samstag 13. Februar, 2010

Ficken

Gott hat den Menschen erfunden, weil er es konnte.
Hätte ich auch, wenn ich Gott wäre. Ja auch Hitler, den Wichser – und Gott sei Dank war er ein Wichser. Denn wenn er es nicht gewesen wäre, hätte er getan was das Thema hier ist: Ficken.

Ficken kann jeder geschlechtsreife Mensch, und wie es scheint, macht das auch jeder. Auch wenn man das bei dem einen oder anderen nicht glauben will, muss man es. Denn Kinder fallen nun mal nicht vom Himmel – auch nicht die von asozialen und oder dummen Menschen. Die meisten Kinder werden auf diese Welt geworfen, weil zwei Menschen tun was jeder kann; eben ficken.
Man sollte Alkoholiker, Drogenabhängige und Vollpfosten sterilisieren, denn auch wenn man ihnen Kondome und sonstige Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung stellte, würden sie es nicht nutzen. Sie zu bitten, nicht zu ficken würde auf taube Ohren stoßen.

Und bevor jetzt jemand schreit und «prangert», sollte er darüber nachdenken welch' Schicksal Kinder solcher Eltern durchleben - wenn sie es überleben -, bevor sie selbst geschlechtsreif werden und das tun was jeder kann – ficken.

Ich schreibe das weil diese Woche ein 2 Jähriges Baby gestorben ist. Die Mutter hängt an der weißen Nadel, der Vater ist das unberechenbarste Arschloch das man sich vorstellen kann. Der kleine Mensch hatte keine Chance. Es starb nach langem Kampf an Organversagen.
Freitag 12. Februar, 2010

Fasching

Nun,
es ist erstaunlich was gerade in Deutschland passiert. Man könnte annehmen, da laufen Vorbereitungen für Neuwahlen.

Aber es ist wohl nur Karneval.
Donnerstag 28. Januar, 2010

Bei Kälte ausgesetzt

Auszug Yahoo-Nachrichten (via dpa): Königs Wusterhausen (dpa/yahoo!) - Eine Schaffnerin der Deutschen Bahn hat eine 16-Jährige in der kältesten Nacht des Jahres im brandenburgischen Königs Wusterhausen aus dem Zug gewiesen. ... Die Zugbegleiterin ließ sich nicht erweichen und warf das Mädchen in der Nacht zum Mittwoch kurz vor 22.00 Uhr aus der Bahn. ... Das Mädchen musste in der laut Deutschem Wetterdienst bisher kältesten Nacht des Jahres - um Mitternacht herrschten in der Region minus 19 Grad - bei bereits geschlossenem Bahnhof rund eine Stunde ausharren, bis sie abgeholt werden konnte.

Lassen wir mal den Vollpfosten im Dienst beiseite. War da niemand anderer in der Bahn der dem Mädchen 2 Euro geben konnte?
Mittwoch 27. Januar, 2010

27. Jan. 1945

Auszug Wikipedia: Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. Es wurde 1941 drei Kilometer entfernt vom Stammlager Auschwitz I gebaut und befand sich nahe der Stadt Auschwitz im nach der militärischen Besetzung Polens errichteten Landkreis Bielitz. ... Zuerst wurde das Hauptlager Monowitz am Vormittag des 27. Januar 1945 durch die sowjetischen Truppen (322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin) befreit. Von den dort zurückgelassenen Gefangenen – die Angaben reichen von 600 bis 850 Personen – starben trotz medizinischer Hilfe 200 in den Folgetagen an Entkräftung.
Das Stammlager und Auschwitz-Birkenau wurden – auch durch die Soldaten der 322. Division – schließlich am frühen Nachmittag des 27. Januar befreit.


Heute vor 65 Jahren! Man sollte es feiern und weinen.
Montag 25. Januar, 2010

Hilfe

Dass Menschen in Katastrophengebieten Hilfe brauchen, wird wohl von jedem ohne Gegenrede akzeptiert. Haiti zeigt ein Mal mehr, wie sehr das Gefüge einer Gesellschaft aus den Angeln gehoben wird, wenn eine Infrastruktur zusammen bricht. Aber nicht Haiti ist hier das Thema – an anderen Stellen wird darüber ausführlicher geschrieben, als dass ich das hier könnte.

Außerhalb der Katastrophen ist das Leben in den wörtlich armen Ländern nicht weniger katastrophal. Hunger, mangelnde Bildung und unzureichende medizinische Versorgung sind alltäglich. Wenn es die paar Hilfsorganisationen nicht gäbe, würden täglich nicht minder Menschen sterben, als dass ein Erdbeben wie das auf Haiti aktuell fordert.
Es ist aber nicht so, dass diese Länder wirklich arm sind. Ein Beispiel ist der Kongo. Fruchtbares Land, schöne Wälder. Während die Menschen dort vor die Hunde gehen, werden die Wälder ausgebeutet. Die Bevölkerung klagt über mangelnde Hilfe, die ihnen versprochen wurde. Und genau da ist das Problem – das warten auf Hilfe.
Der Mensch hat es verlernt für sich selbst zu sorgen. Man wartet lieber auf Gelder, ohne selbst zu handeln. Ein Bretterverschlag, das als Schule dient, hat kein Dach. Schuld sind mangelnde Gelder. Keiner der Dorfbewohner kommt auf die Idee selbst Hand anzulegen, sondern wartet bis die Regierung oder ausländische Hilfsorganisationen Mensch und Maschinen zur Verfügung stellen. Das ist nur ein kleines Beispiel – denn überall in Krisengebieten ist dieselbe Situation. Man wartet, klagt und geht vor die Hunde.
Die Menschheit hat den Menschen überlebt. Wir haben es verlernt für uns selbst zu sorgen. Die ganze Welt arbeitet nach demselben Prinzip, stützt sich auf dieselben Säulen. Abgesehen von einer handvoll Menschen im Amazonas – wenn überhaupt -, ist keine Gruppe mehr fähig autark zu überleben. Wir sprechen zwar von verschiedenen Kulturen, sind aber alle gleich.
Und weil das so ist, müssen die paar Privilegierten eben geben, damit die anderen die das Pech hatten ärmer geboren zu sein, in unserem System überleben können. Denn es gibt kein anderes System mehr als das unsere: Das System der Abhängigkeit.
Montag 18. Januar, 2010

korrumpiert

An dieser Stelle wieder, pünktlich und mit anschließender Erklärung, der Spruch zum Wochenstart:
Der Mensch ist käuflich, und eine Regierung menschlich.

In diesem Sinne - lassen sie mal wieder im Hotel ein paar Handtücher mitgehen -, einen wunderschönen Wochenstart!

Es ist kein Geheimnis, dass eines der ersten Beschlüsse der neuen Regierung, der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Gastronomie und Hotellerie war. Das heißt, Hoteliers zahlen nur noch 7% anstatt den üblichen 19% Umsatzsteuer an den Staat – ihre Ausgaben bleiben aber mit 19% dem Gegenüber; und bisher wurden die Mehreinnahmen weder an Kunden noch an Mitarbeiter weiter gegeben. Verstanden hat das im Volk so gut wie keiner.

Jetzt stellt sich heraus, dass vor der Wahl Millionenbeträge Bestechungsgelder – getarnt als Parteispenden – geflossen sind. Mit diesem Hintergrund, wird das Ganze natürlich verständlicher und wir können alle beruhigt schlafen. Denn plötzlich macht es Sinn, Hoteliers und Gastronomen den Goldstaub in den After zu pusten ....
Montag 11. Januar, 2010

EU.TR

An dieser Stelle pünktlich auch in diesem Jahr, der Spruch zum Wochenstart:
Die Gegenmeinung des Gegners akzeptiert man eher, als die eines Freundes zu tolerieren.

Herr Westerwelle durfte das gerade erfahren.

In diesem Sinne - schließen sie keine unbedachten Freundschaften - einen wunderschönen Wochenstart.
Donnerstag 07. Januar, 2010

Avatar!

Wenn man ins Kino geht, will man Cinema erleben. Das heißt, gute Unterhaltung - außer, manN schraubt gerade an einer Frau herum und meint, ihr im Kino näher sein zu können als im Café oder anderen Lokalitäten.

KinoplakatAvatar wollte ich natürlich sehen, eben weil «jeder» davon positiv sprach. Bestimmt ein Erlebnis, dachte ich. Was ich aber dann erlebte war mehr als das. Avatar ist bisher das Beste was ich im Kino sah. Von der ersten Minute bis zum Abspann war ich fasziniert. Und damit meine ich nicht den tollen Nebeneffekt der 3D-Technik, sondern die Geschichte die dort auf der Leinwand erzählt wird.
Nach dem Film sagte ich, wenn Gott mich liebt und es gibt ein Leben nach dem Tod, werde ich als Na'vi auf Pandora ein paar schöne Jahre erleben. Selbst Tage danach wünscht und fragt man sich, was mache ich hier, warum bin ich nicht dort?!
James Cameron ist damit etwas bisher unschlagbares gelungen. So muss Cinema sein. Wer Avatar nicht gesehen hat, hat noch nie Kino erlebt. Alles stimmt. Natürlich versteht man die Hiebe Camerons, wenn er die Na'vi im Dialekt der US-Ureinwohner reden lässt.

Als ich danach auf der Toilette war, wurde ich Zeuge schwäbischer Dummheit. Dort waren Vater Sohn und zwei Bekannte, die den Film ebenfalls gesehen hatten. Der Vater meinte zum Sohn, da «war bestimmt nicht viel 3D». Am Anfang hätte es nur ein paar Mal geflimmert, es wäre also ganz gut gewesen auf die Brille zu verzichten. Ich wollte schon etwas wie «du Vollpfosten» ausrufen, lachte aber nur. Verstanden haben sie es nicht. Trottel. Achterbahn fahren mit verbundenen Augen.

Wer Avatar noch nicht gesehen hat, sollte sich die Zeit nehmen!

image via movie-infos.de
Montag 04. Januar, 2010

Vorsatz

An dieser Stelle, das erste Mal in diesem Jahr, der Spruch zum Wochenstart:
Ein Vorsatz ist das leere Versprechen eines Menschen an die Erkenntnis.

Zu Jahresbeginn haben Vorsätze Hochkonjunktur. Man nimmt sich vor besser zu sein, als im letzten Jahr. Das ist so als würde man jemanden kennen lernen, der verspricht nächstes Jahr ein besserer Mensch zu werden.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Wochenstart für alle die, auch ohne Vorsatz an sich arbeiten.
Freitag 01. Januar, 2010

Neujahr

Allen Freunden, Bekannten, Lesern und sonstigen Lieben, wünsche ich für das Jahr 2010 das Allerbeste. Ich halte mich fern von unsinnigen Wünschen, die man einfach ausspricht, ohne darüber nachgedacht zu haben. Bleibt nach Möglichkeit gesund, umgebt euch mit Menschen dir ihr liebt, respektiert das Leben und vergesst nicht zu lachen.

Hier wird sich im Vergleich zum Vorjahr einiges ändern. Das Private verschwindet völlig, bis auf die kleinen Geschichten von und mit Edith. Wer sich mit dem Rest anfreunden kann, ist willkommen - und darf sich mit Kommentaren Pro und Kontra dazu äußern. Privates gibt es nur als Hakan Surat und nicht als Ebola auf Facebook zu lesen - denn da gehört es hin.

In diesem Sinne - gehabt euch wohl!
Dienstag 29. Dezember, 2009

Todesstrafe

Nicht dass ein Brite besser wäre als ein Chinese, oder China besser als die USA, Saudi-Arabien oder Jordanien. Es geht nicht um Vergleiche.
Laut Amnesty International wurden im Jahre 2008, 2.390 Menschen hingerichtet. In China allein waren es 1.780, in den USA 37 und in Saudi-Arabien 102. Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Erschreckende Zahlen.

Während wir mit China kräftig Geschäfte machen, springen dort Menschen über die Klinge nur weil das System sich von ihnen gestört fühlt. 2008 sprach man darüber, China mit der Olympiade für ihre Politik des neuen Weges zu belohnen. Belohnt hat man nur den globalen Absatzmarkt. Unsere Politiker schütteln Diktatoren die Hand, und proklamieren sich selbst als Hüter der Menschenrechte. Saudi-Arabien ist ein Hort von Terroristen, regiert vom Abschaum der Menschheit – und trotzdem verbeugt man sich vor den stinkenden Scheichs. Das ist keine subjektive Äußerung, sondern objektives Faktum. Wer schon einmal neben einem Saudi stand, weiß was ich meine. Dessen ungeachtet weiß man um die Steinigungen und öffentlichem Köpfen in Saudi-Arabien. Sicher, das gibt es auch in anderen Ländern – und gut, ist es dort auch nicht. In Afghanistan ist man deshalb «eingelaufen», aus humanitären Gründen.
Warum laufen wir nicht in Saudi-Arabien ein ... oder in China?
Montag 28. Dezember, 2009

Letzte.Woche

Pünktlich an dieser Stelle in diesem Jahr, der letzte Spruch zum Wochenstart:
Manchmal sollte man dummen Menschen nicht die Möglichkeit geben, etwas zu sagen, damit man ihnen nicht zuhören muss.

Es ist nicht immer gut über den Dinge zu stehen.

In diesem Sinne - öfter mal die Reißleine ziehen - auch in der letzten Woche in diesem Jahr, einen wunderschönen Wochenstart!
Freitag 25. Dezember, 2009

...

Ich wünsche allen fröhliche Weihnachten!
Mittwoch 16. Dezember, 2009

päuschen

Nicht wundern.

Hier ist bis zum Wochenende, Pause. Ich arbeite für gefühlte 12 Personen.
Nebenbei habe ich vor Wochen ein neues Outfit für die Farm angefangen - komme aber nicht weiter das Ding zu Ende zu bringen.

Also, bis Sonntag - gehabt euch wohl.
Mittwoch 09. Dezember, 2009

Papa Handschuhe

Im Bus nahm ich hinter einem Vater mit Kinderwagen platz. Das Mädchen schätzte ich auf 2, ihn selbst etwa fünfzig. Er unterhielt sich rege mit einer Rentnerin.
Sie sei ja so ein kluges Kind! Wenn man ihr Fragen stelle, kämen nur logische Antworten. Fragen sie sie mal etwas, forderte er die alte Dame auf. Fragen sie mal wo wir sind! Wo sind wir denn?, fragt die Rentnerin. Im Bus, antwortet die Kleine mit süßer Stimme. Sehen sie, sehen sie was ich meine?, springt der Vater ein. Du bist aber eine Kluge, sagt die Rentnerin. Papa Handschuhe, sagt die Kleine. Sehen sie, sie weiß dass man bei diesem Wetter Handschuhe tragen muss!, sagt der Vater.
Die Rentnerin erzählt von ihrer Nichte, die gar keine ist, sondern ihre Enkelin. Mir der sei sie letzte Woche beim Arzt gewesen und der hätte sie gefragt, wie geht es dir denn? Seit dem würde die Enkelin jeden dem sie begegne fragen, wie geht es dir denn? Ein kluges Kind.
Der Vater sagt, dass er seiner Tochter beigebracht hätte Danke zu sagen. Man muss Danke sagen, wenn man etwas bekommt. Jetzt würde sie immer Danke sagen, wenn sie etwas bekomme, egal vom wem. Geben sie ihr mal etwas, sie werden schon sehen.
Die Rentnerin zieht irgendwas aus der Tasche und hält es dem Kind hin. Was sagt man da, will der Papa wissen, was sagt man da?, Danke! Danke, sagt das Kind, Papa Handschuhe. Ein kluges Kind. Man müsse Kindern Anstand beibringen. Und sie sei ja so ein kluges Kind.


Gott sei Dank musste ich aussteigen. Ich liebe Kinder, komme aber mit dummen Eltern nicht klar. ...
Montag 07. Dezember, 2009

Kinder

Beginnen wir diesen Text nicht mit Behauptungen, sondern mit Beobachtungen.

  In ihre Söhne verliebte Väter. Manchmal tauchen sie bei mir im Laden auf, und ich muss mir dann anhören was diese Vollpfosten mit ihren an der Kette geführten Vätern von sich geben. Die Väter stehen daneben und bekommen kaum ein Wort heraus, wenn sie von ihrer Brut blamiert werden.
  Die alles-darf Kinder. Sie dürfen alles; nicht nur ihren Eltern auf den Sack gehen, sondern gleich ihrer Umwelt in die Eier treten. Sie drücken auf Knöpfe, ziehen alles vom Regal ...
  Jugendliche. Sie spucken durch die Straßen, hocken rauchend und saufend an Busbahnhöfen und trinken sich die Birne weich. Ihr Körper rührt sich keinen Millimeter, wenn ältere Menschen vorbei gehen.

Irgendwann habt ihr den Faden verloren; ihr Eltern. Ihr begleitet eure Kinder nicht mehr durch ihre Entwicklung, ihr versaut ihnen das Leben. Meist seit ihr überfordert, glaubt an den falschen Weg – weil ihr euer Wissen mit dem eines Kindes verwechselt, oder das eigene Leben vor dem euer Kinder stellt. Ihr spielt euch auf, wie schwer ihr es hattet ...
Und weil es so ist, solltet ihr euch die Worte von Khalil Gibran verinnerlichen:
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile aus geschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.


Und genau die letzten paar Worte, solltet ihr nicht überlesen – denn euer Kinder haben eines nicht gelernt: Respekt.
Dienstag 01. Dezember, 2009

Menschinnen

Ich mag zum Kaffee zurzeit, morgens zwei Schoko-Kekse genießen. Das reicht mir dann als erstes Frühstück, und ist genau richtig zu den Nachrichten.
Leider vergesse ich es immer wieder mir zur rechten Zeit Nachschub zu «holen». Das heißt, es passiert dass es immer wieder nur Kaffee zu den Nachrichten am Morgen gibt. ... Schlimme Sache.

Und als ich das heute Morgen auf Facebook verlauten ließ, dass ich keine Schoko-Kekse habe, ... wusste ich nicht dass zwei liebe Menschinnen unabhängig voneinander mir je einen Zylinder leckerste Schoko-Kekse ins Büro bringen werden.

Wie herrlich ihr seid! Die besten Besten Menschinnen der Welt! :-)
Sonntag 29. November, 2009

Rücktritt

An dieser Stelle, sehr ungewöhnlich und selten pünktlich, der Spruch zum Wochenstart:
Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt ist ein Verbrecher. (org. Berthold Brecht)

Dieser Spruch wird auch gern Galileo Galiei zugesprochen - eben weil Berthold Brecht es im gleichnamigen Buch - Das Leben des Galilei - ... schrieb.
Wie auch immer; Herr Ex-Verteidigungsminister Jung, hätte Brecht lesen sollen... dann wäre es ihm wohl möglich erspart geblieben seine Karriere als Dummkopf oder Verbrecher zu beenden.

In diesem Sinne - ... Mitleid, gewährt man wem sie gebührt - einen wunderschönen Wochenstart.
Mittwoch 25. November, 2009

Und alle ...

... die trotzdem da geblieben sind, werden in ein paar Tagen belohnt.

Schließlich ist Treue kein unbezahltes Gut.
Montag 23. November, 2009

Gelegenheit.en

Pünktlich an dieser Stelle, wie gewohnt der Spruch zum Wochenstart:
Wenn es möglich ist, wird es jemand machen. Oder; Gelegenheit schafft Diebe.

Eine Natur des Menschen ist es zu betrügen. Deshalb sollte es uns nicht wundern, wenn wir wieder zu lesen bekommen, dass bei Sportwetten betrogen wurde. Denn, immer wenn es eine Möglichkeit gibt, durch Manipulation Gewinne einzufahren, wird es jemanden geben, der die Gelegenheit beim Schopf packen wird. So funktioniert die Welt in seiner menschlichen Realität.
Und nur weil man selbst nicht die Möglichkeit bekam, heißt das nicht, dass man besser ist. Denn gut, sollte nicht an der Hemmschwelle gemessen werden.

In diesem Sinne – träumen sie nicht weiter, sondern leben sie – einen wunderschönen Wochenstart.
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