Kyoto Tango-Down
Ein paar Tage noch, dann ist das Jahr 2011 auch schon wieder an seinem Ende. Jahresrückblick(e) gibt es zuhauf, und Ereignisse die es darin aufzuzählen "lohnt" gab es auch wieder. Wie jedes Jahr.Es fehlte nicht an Katastrophen. Weder an Naturgewalten noch an von Menschen vollbrachten. Erdbeben, Überschwemmungen, Kernschmelze, Massaker, massakrierte Staatsführer. Die Arabische Welle, das ungekrönte "Wort" 2011. Andreas Behring Breivik, ein Name der zweifelhaft in die Geschichte eingeht. Linksradikale Terroristen drangsalierten Deutschland, sie zündelten Autos an, während rechtsradikale Terroristen in einem Wohnwagen Selbstmord begingen - nachdem sie Jahrelang mit Unterstützung des Verfassungsschutzes Dönermorde begingen.
Es starben auch Menschen, denn Menschen sterben. Neben den persönlichen Verlusten die so mancher zu (er)tragen hatte, gibt es einen den man nicht unerwähnt lassen sollte: Loriot - Bernhard-Victor Christoph Carl von Bülow.
Das alles und alles andere hier unerwähnte, kann man in verschiedenen Jahresrückblicken nachlesen, sehen oder auch hören. Wie schon erwähnt gibt es davon zuhauf und bestimmt sind alle ... interessant.
Natürlich hat mich das alles berührt, meist habe ich mitgefiebert und war auch oft fassungslos. Dennoch sind all diese Ereignisse nicht minder schlimm gewesen als Ereignisse der letzten Jahre. Aber 2011 ist - fast schon still und heimlich - etwas passiert, dass alles in den Schatten stellt:
Das Kyoto-Protokoll ist real betrachtet, endgültig gescheitert.
Ich mag nicht auf die Umstände eingehen - Informationen darüber sind jederzeit abrufbar für jeden den es interessiert vorhanden. Wer die Sache mitverfolgt hat, wird vielleicht genauso fassungslos sein wie ich. Es sind aber die Randdiskussionen, die mich zur Rage bringen.
Immer mehr "Wissenschaftler" werden ausgegraben, die der Öffentlichkeit klar machen, die "globale Erderwärmung" sei und wäre ein natürlicher Prozess. Der Mensch, respektive die von ihm produzierten Abgase, seien nicht wissenschaftlich als Ursache der Erderwärmung auszumachen.
Fakt ist, dass die Erde viele natürliche Prozesse "durchlebt". Wo heute Wüste ist, war in Urzeiten eine blühende Landschaft. Der Golfstrom floss nicht immer seinen uns bekannten "Weg" - wenn der Salzgehalt der Meere kippt, wird sich das Leben des nördlichen Atlantiks grundlegend verändern. Etc. Das wird immer so sein, auch ohne dass der Mensch mit seinen Abfällen und Raubrodungen nach-hilft.
Und genau das ist der springende Punkt, das Nachhelfen. Es geht nicht darum, ob und wie sich die Welt verändert - denn das tut sie schon immer. Es geht um … es sollte um den gesunden Menschenverstand gehen. Wir wissen alle, Politiker und Wissenschaftler mit einbegriffen, dass Abgase und sonstige Gifte nicht gesund sind. Warum also diese unsinnige Diskussion, ob Abgase der Umwelt schaden - denn das tun sie.
Der Mensch, oder die Menschheit – es gibt nur eine -, sollte Schaden an seiner Umwelt vermeiden. Soweit der gesunde Menschenverstand - sofern er vorhanden und Profitgier nicht als Faktor des Überlebens gehandelt wird.
Vielleicht werden künftige Generationen den Kopf darüber schütteln, dass wir eine Börse für schädliche Emissionen haben oder hatten. Selbst aus umweltschädlichem und tödlichen Giften wird Profit "geschlagen". Der Markt dafür ist riesig und wächst - und immer mehr verdienen daran. Und je mehr daran verdienen, desto mehr verlieren wir an unserer Glaubwürdigkeit. Nämlich der Glaubwürdigkeit, der Mensch sei das intelligenteste Wesen - zumindest in diesem Sonnensystem.
Einen guten Rutsch ins Jahr 2012 und weiterhin alles Gute.
Sehr geehrte Damen und Herren.
Keiner der genannten Männer (und es gäbe in der Liste noch etliche anzuhängen) hat sein Land verteidigt, sondern Massaker ausgelöst. Sie haben Orden verliehen und wurden vom Volk - das nicht minder Soldat ist - gefeiert.
Der Deutsche hört nicht gern', dass er global gesehen eher ein Hinterwälder ist. Er selbst sieht sich auf dem Gipfel der Technik. Exportland Nummer eins. Und mit Glück, hat der Bauer im Dorf sogar «Netz» – neudeutsch ausgedrückt.
Die Schuld an dem Desaster in Duisburg muss nicht gesucht werden, denn sie liegt klar und deutlich zutage. Eine solche Masse durch einen Käfig zu schleusen, als wäre das Ganze nur eine Konzertveranstaltung, ist bittere Dummheit. Selbst als alles klar war, suchten die Verantwortlichen die Schuld bei den Opfern. 